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Henrik Freischlader - Still Frame Replay

Solides Werk

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Ganz anders als der Titel suggerieren mag, gibt es kein Standbild bei Henrik Freischlader. Jede neue Scheibe zeigt neue Facetten des Musikers und seine Entwicklung lässt einen staunen. Freischlader hat sich durch solides Handwerk, ausgedehnte Tourneen und sorgfältige Einspielungen auf CD eine treue Fangemeinde erarbeitet. Nun ist sein neues Album erschienen: Still Frame Replay. Es ist ein abwechslungsreiches Werk geworden, das modern interpretierten Blues mit jazzigen oder funky  Elementen bietet, teilweise harten Rock, aber auch langsame Stücke enthält.

Begleitet wird er von Moritz Fuhrhop (Piano, Hammond), dem noch sehr jungen Max Klaas (Perkussion), Björn Krüger (Schlagzeug) und Theofilos Fotiatis (Bass). Er selbst spielt Gitarre, Bass, Schlagzeug und natürlich singt er auch. Freischlader spielt neben Gitarre auch Bass und Schlagzeug. Die anderen Musiker sind auf keinem der Tracks alle zusammen zu hören. Ein Stück weit also eine weitere «Solo Freischlader CD mit Begleitung». Die Songs verlieren durch das Dubbing vielleicht an Spontaneität und Authentizität, sind aber sorgfältig arrangiert und wirken so rund und in sich geschlossen.  

 

Die CD beginnt mit dem turbulenten Stück, das ihr auch den Titel gab und gleich rockt es mit Unterstützung von Joe Bonamassa los. 2007 hatte Henrik Freischlader als Support bei einem Bonamassa Konzert gespielt, nun sind die beiden erneut zusammen getroffen, diesmal gemeinsam und Freischlader ist inzwischen kein Geheimtipp mehr. Der nächste Song, Longer Days kommt bluesiger daher, rockt aber immer noch mächtig. Ein schöner Song mit guter, typischer Gitarrenarbeit. Mit einem etwas beliebigen Jump Blues Come On My Love geht es weiter, gefolgt von einem potenziellen Ohrwurm, What's My Name.The Memory Of Our Love ist einer meiner Favoriten dieser CD, ein wunderbar romantischer Blues über rund sieben Minuten, getragen von Fuhrhops Hammondteppich und mal zärtlichen, mal aggresiven Gitarrensoli.Ich fand dann Gentlemen, einen mit etwas Latinjazz gefärbten Song und auch das folgende If I Could Only Be Myself beide etwas langweilig und uninspiriert, obwohl beide durchaus sauber gespielt sind, Geschmackssache eben.I've Got It Good ist dann wieder ein klassischer Blues, entspannt interpretiert, wie auch der unmittelbar danach folgende Titel Growing Old. Do Did Done dann wieder härter, fast angestrengt und zum Schluss ein üppiges Look At The Fool.

Zur CD ist auch eine LP erschienen, die noch drei weitere Titel enthält: The Blues, I'd Rather Go Blind und Empty Threads. Wieso die nicht auf der CD sind, bleibt ein Rätsel. Platz hätten sie bestimmt gehabt.

 Henrik Freischlader - Still Frame Replay (2011)

01:Still Frame Replay
02:Longer Days
03:Come On My Love
04:What's My Name
05:The Memory Of Our Love
06:Gentlemen!
07:If I Could Only Be Myself
08:I've Got It Good
09:Growing Old
10:Do Did Done
11:Look At The Fool

Der Trailer ist hier zu finden: