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Richard Koechli: Dem Blues auf der Spur
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Doo Wop und wahre Grösse

20FeetFromStaredomDVDCoverAm 4. Januar strahlte das Erste Deutsche Fernsehen ARD eine Doku aus mit dem Titel 20 Feet From Stardom. Dieser Dok-Film hört dorthin, wo man sonst nicht hinhört und bringt jene Sängerinnen in den Kegel des Scheinwerferlichts, die sonst im Schatten stehen: die Background-Sängerinnen. Das 2014 mit dem Oscar für die beste Dokumentation prämierte Meisterwerk von Morgan Neville (kein Mitglied der New Orleans-Familie) konzentriert sich auf die Schwarzen Background-Sängerinnen der 1960er bis 1980er Jahre, als Musiker von Ray Charles bis Frank Sinatra und von Neil Diamond bis zu David Bowie ihren Sound anreicherten mit Backgroundsängerinnen, die zumeist namenlos blieben, obwohl sie erstens wunderbare Stimmen haben und zweitens oftmals die Lieder so grundlegend veränderten, dass sie bedeutend mehr waren als ein Teil der Instrumentierung. Der Dok-Film erzählt die Geschichten von Schwarzen Sängerinnen, die wohl gerne selbst im Rampenlicht gestanden hätten, aber es nie schafften, und die daher bis heute Geheimtipps blieben.

Gut erzählte Geschichte

SRVRiseofaTexasBluesmanDVDCoverZwei prall gefüllte Stunden mit biographischem Material und interessanten Interviewpartner machen diese Dokumentation zu einem sehenswerten Film über den Werdegang und Aufstieg des jungen Texas Bluesman, der 1983 auf die internationale Bühne trat und mit der Hilfe einiger Freunde nicht nur eine internationale Karriere begründete, sondern zugleich einer Form von Musik zurück zum Leben verhalf, die schon tot geglaubt war – dem Blues. Die Doku besticht mit Detailgetreue und vielen Film- und Fotoaufnahmen, die man nicht jeden Tag zu sehen bekommt. Eine wirklich sehenswerte Doku über Stevie Ray Vaughan und die Geschichte des Blues im letzten Viertel des Zwanzigsten Jahrhunderts. Es gibt den Film als DVD und als Online-Angebot bei Itunes. Die Tonspur ist nur Englisch und gibt keine Untertitel.

Tolles Konzert in toller Verpackung

PhilippFankhauserMargieEvansUnpluggedCoverManche Genussmittel wie Weine, Spirituosen oder Zigarren werden gerne in besonderer Verpackung präsentiert, um ihre Qualität zu unterstreichen. Mit dem Ersatz der Langspielplatte und ihren Ersatz durch die CD war das auch in der Musikbranche so. Seither kommen die meisten CDs lieblos in einer schrecklichen Hülle daher, Informationen sind in winziger Schrift, wenn überhaupt, in einem Heftchen mit hässlichem Layout zu finden. Mit dem Download geht diese Entwicklung noch weiter. Philipp Fankhausers neuster Streich, die CD/DVD «Philipp Fankhauser & Margie Evans – Unplugged», zeigt, dass es anders geht. Sie ist auch bewusst nicht als Download erhältlich. Man soll etwas in den Händen halten, die Tonkonserve hat wieder eine physische Gestalt. Und tatsächlich: die Verpackung macht an. Und der Inhalt?

Keine lahme Socke

Eric Clapton hat es sich vielleicht mit der Veröffentlichung seines Studioalbums Old Sock mit einigen Fans verdorben, aber dieser Live-Auftritt von der 2013er-Ausgabe der «Baloise-Session» in Basel zeigt einmal mehr, wieso Eric Clapton auch im gehobeneren Alter (er wird im März 70) relevant ist. Für Langzeit-Fans ist dieser Auftritt ein weiterer Live-Act von Eric Clapton, der mit einer bewährten Band von musikalischen Mitstreitern einen professionellen Gig hinlegt. Wie schon mehrfach bemerkt, hat Eric Clapton weder die Persönlichkeit noch die Bühnenpräsenz, um ein Publikum mit seiner Show zu begeistern, dafür tut er dies umso mehr mit einem soliden und  abwechslungsreichen Auftritt, in dem er vor allem seinen Freund J.J. Cale ehrt, indem er vier seiner Titel covert. Die DVD In Session : Event Halle Switzerland 2013 macht den Anschein eines Bootlegs, und für bloss €10.- kann man bei Amazon den Konzertauftritt kaufen, der allerdings auch schon auf SRF2 zu sehen war.

Ein würdiges Denkmal

 
Gründer und Anführer der Allman Brothers Band, Duane Allman verstarb zwar schon 1971 im beklagenswert jungen Alter von 24 Jahren, aber natürlich lebt die Band weiter, die er begründet hat. In den letzten Jahren wurde der einzigartige Slide-Gitarrist wieder populärer, was nicht nur die Versteigerung seines ikonischen Guitar Straps für US$15‘000 im Jahr 2003 belegt oder die Publikation von Tabulatur und Noten seiner wichtigsten Songs in 2009 (Duane Allman Guitar Anthology undA Step-by-Step Breakdown of His Guitar Styles and Techniques) und eines Play-Alongs im Jahr 2010. Diese wohlverdiente neuerliche Aufmerksamkeit für einen der kreativsten Köpfe des Blues, Bluesrock oder Southern Rock wurde von Regisseur Tom O’Dell nun einen Schritt weiter geführt mit der Publikation einer englischsprachigen und nicht untertitelten DVD im Jahr 2013, welche im Film Song Of The South - Duane Allman and The Rise Of The Allman Brothers die Biographie Duane Allmans und die ersten Jahre der Band minutiös nachzeichnet.

Claptons 60er Jahre

Das Leben von Eric Clapton ist denen, die sich dafür interessieren, seit langem bekannt. Es gibt mehrere Biographien, eine Autobiographie und im Zusammenhang mit den verschiedenen Bands, in denen Clapton gespielt hat, auch Bandbiographien, in denen E.C. stets einen wichtigen Teil einnimmt. Nun gibt es drei neue DVDs des Labels «Sexy Intellectual», welche die Produktionsfirma «Eagles Vision» übernommen hat und nun über einen Katalog von zwischen 50 und 100 Rock-Dokumentarfilmen verfügt, die sie als DVD über die üblichen Kanäle verkaufen. Rock und Bluesrock, Classic Rock, das sind die Genres und so gibt «Sexy Intellectual» nicht regionalkodierte DVDs heraus zu Duane Allman, Eric Clapton, Rush, Pink Floyd, Kraftwerk, Frank Zappa, Nick Cage und vielen anderen. Das Zielpublikum scheinen jene zu sein, die diese Bands noch erlebt haben und die nun oftmals Classic Rock-Radios hören oder ihren Kindern oder Enkeln ihre musikalische Tradition weitergeben wollen. Als erstes Beispiel hatbe ich mir nun die erste von drei DVDs zu Eric Clapton angesehen, die sich mit seinem Werdegang in den 1960er Jahren beschäftigt, also in der Zeit, in der Clapton sich als der herausragende Bluesrock-Gitarrist Englands etablierte und in vier bis fünf Bands spielte.

 

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