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CDs/LPs

Vier Freunde – und mehr

PassoverBluesNoFruitsWithoutRootsCDCoverAuf Bluesnews.ch wurden bereits zwei Alben der vier Freunde und Weggefährten über ein Vierteljahrhundert besprochen. Nun haben sie zum 25jährigen Bandjubiläum ein weiteres Album veröffentlicht, dem sie den Titel  No Fruits without Roots gegeben haben. Das ist eine poetische Umschreibung des Schweizer Sprichworts «Vo nütt chunnt nütt» und dieses Motto scheinen die vier Musiker wirklich verinnerlicht zu haben. Ihre Musik baut auf solidem Beherrschen der Instrumente auf, auf kernigen Sounds, auf einem soliden Bandzusammenhalt. Und weil eine gute Band immer mehr ist als die Summe ihrer Elemente, spielen die vier makellos gut gespielte Musik, meistens Blues, aber durchaus auch anverwandte Musikgenres. Hierzu haben sich die vier Bandmitglieder etwas Hilfe geholt, und ihren ursprünglich auf Gitarren, Bass, Schlagzeug und Bluesharp abonnierten Sound durch Orgelklänge, ein Saxophon und Background-Sänger angereichert.

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Die Wiedergeburt der Hammond B3

thumb CoryHenryRevivalCDCoverIn meinem Bekanntenkreis gibt es eine Reihe von Leuten, die ich mit Cory Henrys Solo-CD The Revival vertreiben könnte – die elektro-mechanische Orgel Hammond B3 ist nicht jedermanns Sache. Wer aber die B3 liebt, wer Jimmy Smiths geniale Soloarbeit oder seine Duos mit Wes Montgomery schätzt, wer Baby Face Willettes, Keith Emersons oder Joey DeFrancescos emotionale Erkundungen auf dem Instrument liebt, der wird an Cory Henry seine helle Freude haben. Das Album bleibt schon von der Tonfarbe her im Bereich des Gospels, aber Cory Henry geht weit über das Kirchenfeeling hinaus auf seiner (fast) Solo-CD, die es an seinen Ursprüngen aufgenommen hat – in der Kirche in Brooklyn, an der sein Vater Pfarrer ist. Das Konzert gibt es als CD und dazu gibt es die leider völlig lieblos dazuproduzierte DVD mit dem Konzert.

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Der Dritte Streich

CharlesBradleyChangesCDCoverDer 68jährige amerikanische Soul- oder R&B-Sänger Charles Bradley war diesen Sommer bereits in Luzern zu hören, und im November kommt er erneut in die Schweiz und spielt im X-Tra in Zürich. Für Bradley sind internationale Auftritte und weltweiter Ruhm ein neues Phänomen, noch vor einem Jahrzehnt kannte man ihn nicht. Sein Album No Time for Dreaming von 2011 bedeutete seinen Durchbruch, und in dieses Jahr fällt auch sein Auftritt am «Jazznojazz» und damit sein Debut in der Schweiz. Der Soulsänger setzt dabei alle Tricks seiner Vorgänger gekonnt ein, und seine Musik klingt denn auch wie eine Synthese aus Bobby «Blue» Bland, Joe Cocker und James Brown. Mit dem «Godfather of Soul» teilt Charles Bradley auch die Stimmlage. Von Bland, bzw. Cocker stammt der seelentiefe Schrei, der Bradley den etwas gesuchten Spitznamen «The Screaming Eagle of Soul» eingebracht hat. Die Dritte CD Changes liegt nun vor mit 11 neuen Titeln, darunter ein wunderbares Cover. Er nimmt sich für seinen Titelsong eines Black Sabbath-Titels an und brilliert.

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Big News From Baton Rouge

JonathanBoogieLongLiveNewOrleansJazzFestCDCoverErneut ist Baton Rouge in Louisiana als Geburtsort eines Bluesman zu nennen. Nach Buddy Guy und Kenny Neal, von dessen Album von 1990 die Überschrift dieses Beitrags stammt, gibt es nun also einen jungen Mann aus Louisisana, der mit ebensoviel Feuer und Energie in die Blueswelt stürmt wie seine Vorgänger: Jonathon Boogie Long. Der junge Weisse, der in einer Baptistenfamilie aufwuchs, wie er auf seiner Website schreibt, wählte den programmatischen Künstlernamen Boogie Long, und seine Musik ist harter Bluesrock à la Warren Haynes oder Joe Bonamassa. Wie diese beiden baut seine Musik auf Gitarrenvirtuosität auf und bleibt im Bereich Bluesrock und Southern Rock konventioneller Machart, aber ausgezeichnet gespielt, wie 2013 in Montreux bereits zu hören war. Wir stellen sein Bootleg-Album Live at 2014 New Orleans Jazz & Heritage Festival vor und die erste eigene Veröffentlichung: Jonathon Boogie Long and The Blues Revolution.

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Umfassende Betrachtung

NickMossFromtheRoottotheFruitCDCoverVon den Wurzeln bis zu den Früchten klingt nach Werkschau. Ist die neue CD also eine Karriere-Retrospektive von Nick Moss? Weit gefehlt. Trotz des Titel From the Root to the Fruit ist das neue Album der Nick Moss Band weniger Best of-Material als Blues-Musikgeschichte, und in diesem Zusammenhang auch ein Album zur Band. Das Studio-Doppelalbum From the Root to the Fruit beinhaltet neu eingespielte Bluestitel im traditionellen Chicago-Stil, die wohl die «Wurzeln» darstellen, aber CD 2 enthält dann auch die daraus erwachsenden «Früchte»: Musik mit einem Blues-Feeling, das aber kein Blues ist, sondern vielleicht als Rock oder R’n’B bezeichnet werden kann. Das Album erscheint dennoch wie aus einem Guss, was mit Nick Moss’ einheitlicher musikalischer Vision zu tun hat, aber auch mit der Kompaktheit der Band. Einmal mehr ein Album mit Blues-basierter Musik von Nick Moss, dessen Frau Kate das nach meinem Empfinden uninspirierte weil allzu plakative CD-Cover designt hat. Herausragend ist der Gesang von Michel Leadbetter, eines Sängers mit Opern-Schulung, der ebenfalls von Kate Moss entdeckt wurde. Wenn es eine Erkenntnis gibt aus dieser CD, dann die, dass Nick Moss das Konzept einer Bluesband als einer Einheit hochhält. Hier geht es nicht um Individualisten, das Kollektiv ist der Star — Chicago-Bluestradition eben.

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Volle Röhre

SariSchorrForceofNatureCDCoverMitte August erscheint das Debutalbum einer jungen Amerikanerin mit einer grossen Stimme. Bluesnews.ch hat die Möglichkeit genutzt, ein erstes Ohr voll zu nehmen von Sari Schorr, einer in Queens, N.Y. geborenen Sängerin, über die es Vorauslorbeeren regnet wie Frühlingsregen: Musik-Veteran Mike Vernon habe sich aus der Pension wieder zurück ins Studio begeben, lautet der Gründungsmythos, um diese junge Frau — aber bereits eine erfahrene Veteranin — zu produzieren. Ihre Stimme wird als Mischung aus Tina Turner und Janis Joplin beschrieben und ihr Stimmvolumen umfasse 5 Oktaven. Für ihr Album A Force of Nature baut sie auf die Zusammenarbeit mit Walter Trout, Innes Sibun und Oli Brown, ein British-Amerikanischer Mix von Könnern. Beim Anhören der CD verfliegt die angelesen Begeisterung dann wieder etwas: süffige Radio-Hits werden präsentiert, selbst eine Schnulzballade wird geboten, und ihrer 5 Oktaven lässt sie nicht erklingen, sondern sie bewegt sich im angestammten Gesangsband einer «Blues- oder Rockröhre». All das wird ihr zu Recht grossen Erfolg bringen. Aber für eine Sängerin mit Blues-Hintergrund (Popa Chubby, Joe Louis Walker) zeigt sie doch relativ wenig vom «good stuff». Liebhaber von «Röhren» und hartem Blues-Rock werden ihre Freude haben, wer die feinen Zwischentöne von Joplin oder Turner sucht, vielleicht weniger.

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Kürzlich angehört

MoodyBluesInSearchOfTheLostChordCDCover
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Die Zeitkapsel

Zeitreisen sind etwas Alltägliches! Auch wenn die Science-Fiction genussvoll an Zeitreisen herumrätseln…

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