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Der eigene Weg

DevonAllmanRideOrDieCDCover«Rock-Gitarrist, aus Texas, Alter Mitte vierzig, mit Band und einiger Erfahrung, sucht seinen Platz im Rampenlicht.» Was wie eine x-beliebige Kontaktanzeige daherkommen könnte, ist keine ganz normale «Bewerbung» um Ruhm und Ehre – denn der fragliche Mann trägt den Nachnamen erlauchter Angehöriger des Blues-Rock-Adels in den USA: Allman. Was Devon Allman, dem 1972 geborenen Sohn von Gregg Allman und Shelley Kay Jefts, aber höchstens genetische Vorteile brachte, denn die Eltern trennten sich und Devon wuchs in Texas als normales Vorstadtkind auf und lernte seinen Vater erst als Teenager kennen. Devon Allman war Mitglied der Bands Honeytribe und Royal Southern Brotherhood, und nach dem Erstling Ragged & Dirty mit der Devon Allman Band liegt nun mit Ride or Die schon das dritte Album vor. Zu hören ist Rock mit Anspruch, sorgfältig arrangiert und vorzüglich abgemischt (Kompliment an Ruf Records), kaum etwas daran ist Blues, die Musik ist eher als Country-Rock oder Southern Rock.

Gitarrist und Sänger Devon Allman trägt den charakteristischen Gitarrengurt seines früh verstorbenen Onkels Duane Allman mit dem auffälligen Metallring vor der Brust. Und er spielt das Les Paul-Modell von Gibson, aber da hört es auch schon auf mit den Gemeinsamkeiten. Devon Allman spielt kein Slide und auch keinen sphärischen Southern Rock oder träumerischen Blues wie Onkel Duane. Er ist eher für die kernige Power-Rock-Variante zu begeistern. 

Neben Devon Allman war Schlagzeuger Tom Hambridge auch Ko-Produzent des Albums, auf dem sonst noch Gitarrist/Bassist Tyler Stokes, Bassist Steve Duerst, Saxophonist Ron Holloway, Geiger Bobby Yang und Keyboarder Kevin McKendree zu hören sind.

Die Musik ist gut gemacht, aber in jeder Hinsicht vorhersehbare Duzendware der Country- bis Classic-Rock-Radios. Jedes kernige Gitarrensolo, jeder Schlagzeugrhythmus, jede Gesangszeile klingt nach dem Soundtrack eines Cross-Country-Trips durch die USA, aber da ist nichts dabei, was aufhorchen lässt. Live From The Heart, Butterfly Girl, bei dem die Geige zum Einsatz kommt und Lost sind akustisch beginnende Balladen, die sich mit Einsetzens der Rhythm Section aber auch dem vorgegebenen Muster folgend erweisen. So wie das Cover der CD wirklich gut aussieht und an den Kopfputz einer Mardi-Gras-Figur erinnert oder vielleicht eines Inka-Königs, dies aber mit dem Inhalt keinerlei Bezug hat, so ist es hier auch mit dem Namen: Devon Allman geht seinen eigenen musikalischen Weg - eigenständig gegenüber Namen und Genen.

Devon Allman - Ride Or Die (2016)
1. Say Your Prayers 3:16
2. Find Ourselves 3:13
3. Galaxies 4:57
4. Lost 4:32
5. Shattered Times 3:33
6. Watch What You Say 4:20
7. Vancouver 4:16
8. Pleasure And Pain 4:09
9. Hold Me 2:27
10. Live From The Heart 4:50
11. Butterfly Girl 4:35
12. A Night Like This 4:21

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