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CDs/LPs

Die Summe der Elemente

MarkKnopflerDownTheRoadCDCoverSpät im vergangenen Jahr hat Mark Knopfler sein aktuelles Album Down the Road Wherever veröffentlicht, dessen Songs er im kommenden Mai auch im Hallenstadion Zürich darbieten wird (Tickets so gut wie ausverkauft). Down the Road Wherever kommt mit einem ebenso unspektakulärem Cover daher wie der Titel belanglos ist, aber man sollte sich nicht täuschen lassen. Knopfler hat mit diesem Album fast so etwas wie sein eigenes Greatest-Hits-Tribute-Album geschaffen. Er zeigt die gesamte Bandbreite seiner Songwriter-Qualitäten und bringt Lieder unterschiedlichsten Charakters zusammen. Die Rhythmen und Klangfarben, derer sich Knopfler und Koproduzent Guy Fletcher bedienen, erschaffen weite und offene Klanglandschaften auch für Musikstile, die vielleicht nicht überraschen, die man aber in Knopflers Schaffen weniger hört. Dennoch gibt es genügend von dem, was man bei Herrn Knopfler erwarten kann. Was das Album ebenfalls deutlich macht: Mark Knopfler schreibt tolle Songtexte, die unter die Haut gehen können.

Attraktiv vielseitig

YoungFastRunningManYoungBirdCDCoverFast auf den Tag genau zwei Jahre nach dem Erscheinen seines Debutalbums Young Fast Running Man wird am 2. November 2018 Fabian Hertrichs zweites Werk erscheinen: Young Bird. Das Album enthält zwölf Eigenkompositionen und knüpft an sein Erstlingswerk an. Traditioneller akustischer Blues, Folk und Country mischen sich mit Rock der Sechzigerjahre. Wer allerdings ein nostalgisches Aufwärmen alter Zeiten erwartet, wird angenehm überrascht. Die Entwicklungen seit jener Zeit haben den in München lebenden Künstler aus Landshut ebenfalls beeinflusst und so präsentiert sich sein Blues klassisch und modern zugleich.

Meisterlich old fashioned

MarcoMarchiStandupCDCover

Mit Marco Marchi und seinen Mojo Workers liegt man immer richtig. Live sowieso, aber auch die Alben sind allesamt hörenswert. Die Band um Marco Marchi versteht es meisterlich, sich aus dem Fundus der Spielarten, die sich in der Zeit zwischen dem Anfang und den Fünfzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelt haben, ganz selbstverständlich zu bedienen und daraus ihren unverkennbaren Stil entstehen zu lassen, der auf faszinierende Weise zeitlos und Vintage zugleich ist. Dies gilt auch für die im August erschienene CD Stand Up. Dreizehn Titel sind darauf zu finden, neun davon stammen aus Marco Marchis Feder, die übrigen vier sind attraktiv interpretierte Covers.

Stimmung, Stimmung, Stimmung

Tri GanticsVinylCoverEin Trio unter dem wenig bescheidenen Namen The Tri-Gantics aus dem österreichischen Feldkirch, bestehend aus Gitarrist Martin Telfser, Bassist Alex und Schlagzeuger Chris. Die Band spielt Vintage-Musik in bester Form: Rockabilly, Rockn’n’Roll und bluesbasierte Klänge werden gespielt, entsprechend dem Bandformat mit klarer Retro-Orientierung. Dabei geht es dem Trio weniger um die historisch akkurate Wiedergabe von Klängen, obwohl die gut gelingt, sondern vor allem um diese explosive Kraft und Dynamik der Musik. Rockn’n’Roll und Rockabilly haben schliesslich mal eine Revolution ausgelöst, und die Tri-Gantics zeigen, dass ein kleines Schlagzeug, ein Stehbass und eine Gitarre auch heute noch in der Lage sind, die Menschen zu verzücken.

Familienbande

NettBislin SecondCousins WebCDCoverDas Leben schreibt bekanntlich oft die spannendsten Geschichten. Da ist einmal Cla Nett, einer der Geburtshelfer der Schweizer Bluesszene. Seine Lazy Poker Blues Band war in den Achtzigerjahren weit über die Landesgrenzen hinaus ein Synonym für Schweizer Blues und prägte dessen Entwicklung massgeblich. Der andere, Kurt Bislin feierte mit seinen Formationen Bluecaster, The Raindogs und The D.Biters Erfolge in ganz Europa. In den späten Achtzigerjahren war er Mitglied der Burton Brothers Blues Band. In dieser Zeit trafen sich die beiden bei einem Auftritt der Burton Brothers im Atlantis, als die Burton Brothers Cla Nett auf die Bühne holten, der ein tolles Set spielte. In der Folge blieben die beiden in Kontakt und spielten auch ab und zu zusammen. 

Weiter im Takt

BuddyGuyBluesAliveAndWellCoverMuss man sich Sorgen machen um den Blues? In den Zeiten von Fake News und professionellen Lügnern an den Stehpulten der Pressesprecher muss man sich Sorgen machen, wenn ein Veteran wie Buddy Guy in einem Albumtitel explizit darauf hinweist, dass es dem Blues ausgezeichnet gehe. In den Boom-Zeiten des Blues, in den 1950er und 1960er Jahren gibt es auf jeden Fall keinen solchen Song, in dem die Verfassung des Genes thematisiert wird. Tatsächlich wird seine Aussage The Blues is Alive and Well noch auf dem Album selbst konterkariert durch den Titel End of the Line, bei dem Buddy Guy darüber klagt, der letzte einer langen Reihe (von Bluesmen) zu sein, und dass es an ihm sei, am Ende das Licht auszumachen. Solange Guy selbst noch Titel einspielt wie die 15 Songs auf The Blues is Alive and Well, solange muss man sich wohl noch keine Sorgen machen, auch wenn dieses Album eine Weiterführung von bestens Bekanntem ist: Chicago Blues des 21. Jahrhunderts.h

Kürzlich angehört

MarkKnopflerDownTheRoadCDCover
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Die Summe der Elemente

Spät im vergangenen Jahr hat Mark Knopfler sein aktuelles Album Down the Road Wherever

Diese Auszeichnungen haben wir erhalten:

SwissBluesAward2014 winner 150x160px

GermanBluesAward 2015 bluensnews.ch

 

 

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