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Chicago verliert eine weitere Legende

Lonnie Brooks 1999Mit Lonnie Brooks ist ein weiterer Künstler der Chicagoer Bluesszene seiner Generation gestorben. Als Lee Baker Jr.  kam er am 18. Dezember 1933 in Dubuisson (Louisiana) zur Welt. Er lernte erst Banjo, wechselte dann aber zur Gitarre, spielte R&B, Country und Rock’n’Roll unter dem Künstlernamen «Guitar Junior» und dabei gelangen ihm einige Hits. Er spielte auch kurze Zeit in Clifton Cheniers Red Hot Louisiana Band. Während einer Tour mit Sam Cooke kam wer nach Chicago und liess sich dort nieder. Weil es in Chicago mit Luther Johnson bereits einen Musiker mit dem Pseudonym «Guitar Junior» gab, änderte er seinen Namen in Lonnie Brooks.

Für den Blues entschied er sich nach einem Auftritt Magic Sam Maghetts, dessen gefühlvolles Spiel ihn tief beeindruckte. In den Sechzigerjahren trat er regelmässig in den angesagten Clubs in Chicago auf. Erst 1969 erschien sein erstes Album: Broke And Hungry. 1974 nahm er an einer Europatour teil, bei der das Album Sweet Home Chicago entstand. In der Folge nahm ihm «Alligator Records» unter Vertrag und er veröffentlichte in der Folge sieben Alben unter seinem Namen und war bei zahlreichen anderen Aufnahmen dabei. Inzwischen hatte er seinen eigenen Stil entwickelt, der als Voodoo Blues bezeichnet wurde.

In der 1978 erschienenen, Grammy-nominierten Anthologie «Living Chicago Blues» sind vier seiner Titel enthalten. Im folgenden Jahr kam das Album Bayou Lightning heraus, das 1980 den Grand Prix du Disque Award des Jazz Festivals Montreux erhielt. Im selben Jahr trat er dort auch auf. 1996 war er am Bluesfestival Luzern zu erleben. Er war Koautor des Buches «Blues für Dummies», das 1998 erschien. Ebenfalls 1998 hatte er einen Auftritt im Musikfilm «Blues Brothers 2000». 2010 wurde er in die Blues Hall Of Fame aufgenommen. Lonnie Brooks hat zwei Söhne, Ronnie Baker Brooks und Wayne Baker Brooks, die beide erfolgreich mit eigenen Bands unterwegs sind.

Er gehörte zu den prägenden Figuren des Chicago Blues. Nun ist er, im Alter von 83 Jahren am 1. April 2017 in Chicago gestorben. 

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