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Musiker

Nachruf Henry Gray

HenryGrayEr gehörte zu den letzten einer Generation, die leider bald nur noch in der Erinnerung, aber zum Glück auch in den Musikkonserven weiterleben wird. Am 19. Januar 1925 kam er in Kenner, LA zur Welt, einem Vorort von New Orleans, wuchs allerdings in Alsen in der Nähe von Baton Rouge auf.  Er erlernte Klavier als Achtjähriger im Selbststudium und mit Hilfe einer Nachbarin, Mrs. White. Als Jugendlicher spielte er Klavier und Orgel in der Kirche und schliesslich schafften seine Eltern für ihn ein Klavier an. Mrs. White ermutigte ihn, in ihrem Haus Blues zu spielen und als Sechzehnjähriger hatte er die Chance, in einem Klub in der Nachbarschaft zu spielen. Zuhause war zwar Blues verboten und sein Vater bestand darauf, ihn zu begleiten. Als er sah, dass Henry mit dem Blues anständig Geld verdienen konnte, gab er seinen Widerstand auf.

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Grummeln als Grundhaltung

BadTemperJoePorträtWer sich im Internet nach einer Übersetzung für «Bad Temper» umsieht, findet schnell Bedeutungen wie «miese Laune» oder «schlechte Stimmung». Tatsächlich ist es aber viel schlimmer: Eine miese Laune im Sinne von «Bad Mood» vergeht wieder, aber «bad temper» vergeht eben nicht – das ist Teil der Persönlichkeit, des «Temper»aments. Also sozusagen «schlechte Laune als Grundgefühl». Der Norddeutsche Musiker Bad Temper Joe hat sich genau diese Haltung auf die Fahne geschrieben. Doch trotz des vielleicht abschreckenden Künstlernamens zeigt sich der aus Bielefeld stammente Gitarrist und Songwriter als Mann der zarten Zwischentöne und als Anhänger des differenzierten Klanges. Seine wohl eher melancholische als schlecht gelaunte Seite zeigt sich in seinen Songtexten und in der oftmals düsteren Instrumentierung. Hier ein kurzes Porträt des vielseitigen Musikers, der eine Weissenborn Slide-Gitarre ebenso kunstvoll spielt wie die elektrische.

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Internationale Klasse

PhilippFankhauserSierre2011Philipp Fankhauser ist der populärste und erfolgreichste Bluesmusiker der Schweiz. Er ist über die Grenzen des Landes hinaus bekannt und begeistert auch Musikfreunde, die nicht im engeren Sinn zu den Bluesfreunden zählen. Der Erfolg ist ihm nicht in den Schoss gefallen. Er kennt die vielen Facetten des Musikerdaseins und hat alle Höhen und Tiefen des Geschäfts erlebt, bevor seine Vision in Erfüllung ging. Fankhausers ist ein exzellenter Blues- und Soulsänger, der Gefühle transportieren kann wie nur wenige. Darüber hinaus ist er ein grossartiger Songschreiber. Dazu besticht er durch seine überzeugende Bühnenpräsenz. Stilistisch ist er offen, bleibt jedoch fest  im Blues und Soul verankert. Damit gelingt es ihm, auch Publikum jenseits der Bluesfreunde anzusprechen.

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Gespräch mit dem Musiker Nico Brina

nico brina 13 jpgEr gehört zu den Menschen, die sich ihren Jugendtraum verwirklichen konnten, von ihrer Musik zu leben. Seit seinem Teenageralter ist er erfolgreich im Geschäft und hat in dieser Zeit in über 3000 Auftritten das Publikum in 19 Ländern mit seinem virtuosen Pianospiel und seiner Show begeistert. 2019 feiert er sein fünfunddreissigstes Jubiläum. Ende September wird er auch noch fünfzig. Es könnte ein Grund sein, etwas langsamer zu treten. Nicht für Nico Brina, ganz im Gegenteil. Eben erst hat er sein fünfzehntes Album «Boogie Me Up» veröffentlicht, dazu die zwei Online-Alben, die auf den üblichen Musikdiensten gestreamt werden können: «Blues Moods» und «Honky Tonk Boogie». Wir haben uns mit dem Künstler über seine Karriere und das neuste Album unterhalten.

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Nachruf auf Dave Bartholomew

DaveBartholomewEr arbeitete hauptsächlich hinter den Kulissen und ist dennoch durch seine Songs jedem vertraut, die allesamt von anderen Interpreten erfolgreich verkauft wurden. Am 24. Dezember 1918 kam er in Edgard zur Welt, einem Städtchen östlich von New Orleans. Als Fünfzehnjähriger erlernte er das Trompetenspiel bei Peter Davis, der dies auch Louis Armstrong beigebracht hatte. 1942 holte ihn Jimmie Lunceford in seine Band, die zu den besten der Swing Ära gehörte. Kurz darauf wurde er einberufen und spielte in einer Militärband. Nach dem Krieg begann seine Karriere als Komponist, Produzent und Arrangeur bei Imperial Records. Als eine seiner ersten Aufgaben produzierte er 1949 mit dem neu unter Vertrag genommenen Fats Domino die Single The Fat Man, einen von ihm geschriebenen Song, der zu einem der ersten Millionenhit des R&B werden sollte.

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Der Tasten-Hexer

DrJohnModernKopfputzDie Credentials des Pianisten und Sängers Malcolm «Mac» John Rebenack Jr., der freundlicherweise unter dem Künstlernamen Dr. John auftrat, sind unbestritten: Sechs Grammys, geehrt durch Aufnahme in die Rock’n’Roll Hall of Fame, Dr. John hat sein Leben mit Musik gefüllt, Musik gelebt und sich mit seinem unverkennbaren Gesang zum Original der Blueswelt gemacht mit einzigartiger Stimme und charakteristischem Stil wie die verschiedenen anderen Könige aus dem Reich des Blues. Im Gegensatz zu vielen seiner Vorbilder und Vorgänger, den New Orleans Pianisten Prof. Longhair, Fats Domino umfasste sein Repertoire eine grössere stilistische Breite, die von New Orleans Jazz bis zu Jazz Standards und Rocktitel reichte. Nun ist er im Alter von 77 Jahren einem Herzinfarkt erlegen als die grosse Ikone des New Orleans-Sounds. Viele Nachrufe werden verfasst, in denen Wörter wie «Gumbo» oder «Swamp» vorkommen, Bluesnews.ch versucht ein wenig hinter die Kulisse des Vodoo-Showmans zu sehen.

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