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Richard Koechli

Bühnen-Angst – ewige Crux oder lösbar?

Ich bin zwischendurch mal wieder so frech, profitiere schamlos von meiner carte blanche als Kolumnist – und reisse das Steuerrad brüsk herum, um spontan und aus purer Lust ausnahmsweise mal nicht über Blues im Konkreten zu sprechen, sondern über das delikate Thema der Bühnen-Angst. Weil ich weiss, dass viele Leser meiner Kolumne selber Musiker sind, bilde ich mir ein, dass meine Erfahrungen in dieser Sache im Idealfall anregend sein könnten ...
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Das Zeichen

Richard Koechlis Geschichten und Betrachtungen haben uns über das ganze Jahr begleitet und amüsiert, aber auch zum Nachdenken angeregt. Hier ist der Schluss seiner Fortsetzungsgeschichte über die Zeichen vom (Blues)himmel. Viel Vergnügen beim Lesen:

… Mein Gegenüber, der ehrwürdige Jazz-Musiker lenkte das Thema plötzlich auf den aktuellen Zeitgeist und stellte seufzend fest: «Weisst du, heutzutage will sich jeder irgendwie musikalisch mitteilen, sobald er zwei oder drei Akkorde beherrscht und dazu ein paar Phrasen über persönliche Erlebnisse singen kann. Das war vielleicht früher zu Dylan's Zeiten neu und manchmal spannend, doch heute nervt das nur noch. Vor allem gibt es keinen Grund, solche Lieder öffentlich vorzutragen. Die Leute sollten erstmal ernsthaft an ihren instrumentalen und gesanglichen Fähigkeiten arbeiten und die Konzert-Bühne erst dann betreten, wenn eine gewisse Reife erreicht ist.»

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Zeichen vom (Blues-)Himmel ...

Ein wahrer Fortsetzungsroman von Richard Koechli

Das in der letzten Folge aufgezeigte problematische Verhältnisses zwischen den beiden Brüdern «Jazz» und «Blues» klang SEHR dramatisch – und es lag die unbeantwortete Frage im Raum, ob das alles nicht doch eher der Quelle eines frustrierten Blues-Musikers entspringt als der Wirklichkeit. Well, wenn wir hier über den Begriff «Wirklichkeit» diskutieren, führt das ins Bodenlose. Es gibt sie nicht, DIE Wirklichkeit. Doch es gibt eine Art «Wirklichkeit», die jeder von uns subjektiv wahrnimmt. Und diese Sicht aus Koechlis Perspektive soll hier zum Inhalt dieser Kolumne werden. Nicht mehr und schon gar nicht weniger…Er ist riesig, dieser Kontrast zwischen den beiden Brüdern. Er könnte grösser gar nicht sein! Ein Musiker wie der Koechli würde mit 120%iger Sicherheit nicht mal die Aufnahme-Prüfung für das 1. Semester einer Jazz-Berufsschule schaffen. No chance!

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Zeichen vom (Blues-)Himmel ...

Ein wahrer Fortsetzungsroman von Richard Koechli

Um Koechli war es tatsächlich schon wesentlich besser bestellt als damals, als er mutlos im Wald umherirrte und sich dabei verängstigt fühlte wie eine Schnecke. Was war passiert, und was hat dies alles mit Blues zu tun?? Hier der 3. Teil seiner wahren Fortsetzungsgeschichte:

Am Abend vor eben diesem frustrierten Sonntagsspaziergang war ich an einer kleinen CD-Release-Party als Special Guest-Musiker engagiert und spielte mit einem zusammengewürfelten Haufen von mehr oder weniger virtuosen Musiker/innen. Wir hatten Spass und Koechli fühlte sich gefordert, weil er eben nicht einfach mit etwas Blues und ein paar Slide-Licks seinen vertrauten Joker ausspielen konnte. Ich musste hellwach sein, meinen Platz im Bandsound suchen, und ich lernte an diesem Abend einen gestandenen, in der CH-Szene renommierten Jazz-Musiker kennen. Er war schon etwas älter, auf seinem Instrument sehr agil, virtuos, ausdrucksstark und stilistisch vielseitig. Mit ihm zu spielen war sehr inspirierend. Er wirkte reif, autoritär und doch bescheiden. Also alles höchst erfreulich. Wo um Gottes Willen liegt denn nun hier ein dramatisches Problem versteckt?? Well, nach dem Konzert kamen wir ins Gespräch und diskutierten über Gott und die (Musik-)Welt. Und da riss plötzlich – von beiden völlig unbeabsichtigt – eine dieser alten «Wunden» auf...

 

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Zeichen vom (Blues-)Himmel ...

Ein wahrer Fortsetzungsroman von Richard Koechli

Vielleicht lagen da irgendwo halluzinogene Pilze rum, denen der labile Koechli nicht widerstehen konnte? Jedenfalls besteht Grund, sich um das geistige Wohl Koechlis Sorgen zu machen, wenn er - wie im ersten Teil seiner neuen Kolumne beschrieben – verstört im Walde herumirrt, um sich im Gedanken-Labyrint „Blues, Teufel, Gott und das Jenseits“ zu verirren. Hier der 2. Teil seiner wahren Fortsetzungsgeschichte:

Magic Mushrooms? Nee, nichts dergleichen, seid beruhigt. Vielleicht brauche ich mir die Pilze ja auch bloss vorzustellen... :-) Nein, jetzt ganz im Ernst: Wir reden hier nicht über Religion. Hüte mich Gott davor, über Gott zu reden, oder über irgendwelche Zauberstäbe schwarz-weisser Magie. Wenn ich verkünde, dass der Blues ganzheitlich und transzendent ist, so meine ich damit schlicht und einfach, dass er gleichzeitig beides und alles ist: schwarz und weiss, gut und böse, göttlich und ebenso vom Teufel. Und deshalb heilig.
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Zeichen vom (Blues-)Himmel ...

Ist er nun heilig oder sündhaft, der Blues? Vom Teufel soll er stammen! So wird uns das seit Generationen wie ein Mantra überliefert. Ein Sprachrohr sei er für die, die sich in Kneipen rumtreiben, über Whiskey und Weiber singen, mit allerhand Drogen hantieren, bei Prügeleien auch schon mal mit Messer oder Pistole rangehen, und in Geist und Seele ohnehin von allerhand diabolischen Mächten verunreinigt sind. Das klingt in der Tat nach Schmutz und Sünde, wohl erst recht in der Ohren eines konservativ gläubigen amerikanischen Archetyps... Ach was, sind doch alles bloss Klischees! Wirklich...?

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