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The Dibs Just for YouEine erfreuliche Entdeckung ist die belgisch-niederländische Formation The Dibs. Was wir hier zu hören bekommen, macht richtig Spass. Das Quintett weiss sich clever aus dem reichhaltigen Fundus des Rhythm’n’Blues zu bedienen und dabei einen gehörigen Groove laufen zu lassen. Lasst uns also erstmal für die mehr als  solide Rhythmusgruppe Engelen/Gijbels den Hut ziehen. Die Arrangements der elf Songs, die – mit Ausnahme der Stax-Soul-Nummer «You Got Me Where You Want Me» von William Bell und Steve Cropper – alle im  Bandrahmen komponiert wurden, klingen dynamisch und abwechslungsreich.

Der Opener «No Sleep» könnte direkt ein Outtake eines Albert Collins-Albums sein: Faszinierend, wie Gitarrist Stanley Patty den unvergessenen Master of the Telecaster hier zu zitieren weiss. Doch dies ist beileibe nicht sein einziges Werkzeug. Weitere Inspirationen holt sich Patty etwa im Chicago Blues oder bei einem Ronnie Earl. Sänger Peter Jacobs’ Stimme kommt blendend zum Ausdruck im Swamp-rockigen «Sick And Tired» sowie im augenzwinkernden «Getting Older». Bart Billekens Orgel trägt das soulige «Live Life» und die Bluesballade «Like Lovers Do». «Just For You» lebt von einem in die Beine fahrenden Gitarren-Riff, «Last Chance» ist purer Bluesrock. Hier sind erfahrene Kämpen am Werk, die sich Ideen, Frische und Spielfreude bewahrt haben.

Peter Jacobs (voc), Stanley Patty (g, voc), Guy Engelen (b), Jeffrey Gijbels (dr), Bart Billekens (keys, Voc)

(CD, DL, www.donor.company/naked)