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Changing Horses The Nashville Sessions

Frische Sounds aus dem Folk-Bereich

Die britische Musikszene ist ja wirklich erstaunlich: Todd Sharpville oder Scott McKeon sind junge britische Musiker, die in jüngster Zeit auf dem Radar aufgetaucht sind. Und erneut steht eine junge neue Band zur Vorstellung an, auch wenn deren Folk-Musik mit Blues nichts zu tun hat. Das Promo-Album The Nashville Sessions der jungen Band Changing Horses bietet sechs schöne und erfrischende Tracks, mit welcher Changing Horses, ihren Durchbruch im Musikbusiness versuchen. Die Band besteht aus dem Duo Richard Birtill (Gesang, Gitarre) und Francesca Cullen (Gesang, Geige, Mandoline und Akkordeon) und sie spielt eine interessante Mischung aus Independent Music, Punk und einer gehörigen Portion Folk, die sich schon aus der Instrumentierung ergibt.

Das Duo besticht durch zwei Dinge: Da ist zunächst ihr frischer Sound, der natürlich sehr saitenlastig ist, viel Gitarrenarbeit, aber auch eine dezent platzierte Geige. Das Akkordeon kommt wenig zum Einsatz. Neben dem Duo, das alle Songs selbst geschrieben hat, spielen noch Chris Donahue (Mandoline, E-Bass & Stehbass, Gitarre, Keyboard) und Stephen Leiweke (Gitarre, Engineering) sowie Ken Lewis (Schlagzeug). Die Musik ist also nicht etwa minimalistisch, gewissermassen als folksige White Stripes, sondern die Arrangements pendeln zwischen einfühlsam-sanft und chaotischem Durcheinander.

Die zweite Stärke der Songs sind die Texte. Die Texte sind frech und etwas makaber, wie Titel wie One Million screaming angels oder Till death do us part  beweisen. Die Texte sind Ausdruck der «Angst» (im Sinne des Englischen Wortes) einer neuen Generation und die Texte sind gut zu verstehen.

Basierend auf diesen Qualitäten hat die Band auf einer Reihe von Festivals gespielt und sie sind sicherlich gut eingespielt. Es ist sicherlich zu empfehlen, mal auf der Homepage in die Songs reinzuhören, Cut all Strings und I don’t need it sind angeboten, um Mal ein Ohr voll zu nehmen. Wie gesagt, die Musik ist ansprechend und gut gespielt, aber es hat nichts mit Blues zu tun, weder rhythmisch, noch harmonisch noch auch vom ausgedrückten Lebensgefühl her. Einen guten Eindruck vermittelt auch das Promo-Youtube-Video.

Die EP mit dem vielleicht für den einen oder anderen abstossenden Titelbild kann für £5 auf der Homepage der Band erstanden werden.

Changing Horses The Nashville Sessions
Tracklist
1.     Cut all strings                                3:36
2.     Lets go dancing                             2:39
3.     One Million screaming angels       3:05
4.     I dont need it                                  2:22
5.     Tom Brown school days                2:49
6.     Till death do us part                       3:07