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Paul Rose Best Of

PaulRoseBestofCDCover.jpgPaul wer? Vielleicht hat man noch nie von Paul Rose gehört, aber das liegt sicher nicht an der Qualität des Gitarristen. Der Mann hat schon zehn CDs veröffentlicht und er blickt auf eine zwanzigjährige Karriere als Musiker zurück. Er ist Brite und ein hervorragender Gitarrenvirtuose. Seine neue CD Best Of liegt der Redaktion vor. Sie ist ansprechend, süffig, aber definitiv kein Blues. Da wir aber schon reingehört haben, hier einige Eindrücke.

Paul Rose ist ein Gitarrenvirtuose, der bisher wenig Bekanntheit erlangt hat ausserhalb der selbst musizierenden Hörergemeinschaft - er ist ein «Guitarist's guitarist», was bedeutet, dass er das Instrument unglaublich gut beherrscht, aber das weitergehende Publikum nicht erreicht. Vielleicht gelingt es mit der neuen CD. Auf Best Ot zeigt er seine verschiedenen Stilarten. Diese geben Auskunft darüber, dass der 1966 in Newcastle geborene Musiker sehr viel Zeit mit Üben verbracht hat, insbesondere mit dem Studieren von Arpeggien, dass er seinen Ton perfektioniert hat, so dass er eine makellose Rockgitarre spielt. Diese ist deutlich im Vordergrund, stets dominant, stets zuvorderst seine Gitarre, oftmals anscheinend mit verschiedenen Spuren seiner selbst arbeitend. Sein Sound ist sauber, kratzig wenn er sein muss, sphärischer Sound für Arpeggio-Begleitungen, transparent clean bis bissig rockig hat Paul Rose alles drauf. Er spielt keinen Blues, aber die CD ist ansprechend, stellenweise süffig, Radiosound sozusagen.

Auf einigen Stücken singt er auch, All Along The Watchtower zeigt seine rockige und gute Singstimme. aber viel Songs sind so perfekt instrumentiert, dass sie etwas überproduziert wirken. Beispielsweise klingt die musikalische Kollage Fairground Dream so perfekt, dass oftmals der Eindruck entsteht, dies seien synthetische Klänge. Auch auf den rockigen Songs hat er die perfekte Gitarre, die er auch perfekt zu handhaben weiss.

Herausragend ist das akustische Stück The Learning Curve, ein wahres Schatzkästchen von wunderbarem Gitarrenspiel, manchmal etwas sehr klassisch, aber stilistisch sehr verschieden vom sonst sehr rocklastigen Material der CD. Auch Home ist ein akustisches Stück erinnernd an Dire Straits, mit Slide gespielt, sehr stimmungsvoll.

Über den Mann gibt es die nette Anekdote, dass er eine 62er Reissue Stratocaster und einen VOX AC30 von Rory Gallagher überreicht erhalten hat, nachdem er in einem Video-wettbewerb, bei dem Gallagher die Jury bildete als Sieger hevorgegangen war. Er war auch «Guitarist of the Year» der Zeitschrift Guitarist Magazine. Seine Qualitäten an den Seiten sind also unbestritten, aber für Bluesliebhaber ist es beliebiger Rock, manchmal etwas poppiger, manchmal etwas rotziger, aber eben: auf keinen Fall Blues, nicht ein Stück.

Wer den Mann mal live sehen möchte, er scheint ein Erlebnis zu sein und ist als Virtuose der Extrakllasse. sicher für manchen spannend anzusehen: er ist häufig in Deutschland unterwegs, wie seine Tourdates verraten.

 

  1. Past Myself                                       4:47
  2. Hurting                                             3:48
  3. All Along the Watchtower                 4:58
  4. Modern World                                  3:59
  5. No Spark, No Fire                            4:15
  6. The Learning Curve                         2:54
  7. Lies                                                  6:27
  8. Car Show                                         2:56
  9. School                                              2:50
  10. Walker Road                                   5:33
  11. Too Much Is Not Enough                 3:27
  12. The Journey                                    2:52
  13. Games                                             4:58
  14. Hold On                                           3:34
  15. Fairground Dream                           6:55
  16. Home                                               4:21