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Morblus - I Can't Go Wrong

Vielseitig und Funky

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Morblus heisst die vom 1965 in Verona geborenen Gitarristen und Sänger Roberto Morbioli im Jahre 1991 gegründete italienische Bluesband mit dem wortspielerischen Namen. Die weiteren Bandmitglieder sind Daniele Scala (Hammond & Keys), Paolo Legramandi (Bass und Begleitgesang) und Marco Sacchitella (Schlagzeug).

Obwohl Morblus schon in St. Gallen und Rapperswil an Festivals aufgetreten ist, blieb sie hierzulande nur wenig bekannt. Das soll sich nun ändern, die Planung für eine Tournée in der Schweiz ist in vollem Gange und als erstes werden Morblus am 23. Januar 2009 am 5. Out Of The Blue's Samedan auftreten. Die weiteren Termine stehen noch nicht fest. Bluesnews wird sie rechtzeitig im Kalender publizieren.

Einen Vorgeschmack bieten  eine DVD Road Tracks, die 2006 live an einem Konzert in Verona aufgenommen worden ist, sowie I can't Go Wrong, die letzte von sechs bisher erschienenen CDs der Band, die hier vorgestellt werden soll. Sie ist ebenfalls 2006 erschienen. Die CD ist sauber aufgenommen, der Sound gut, das Booklet enthält alle Texte und Informationen zum Lineup, unklar bleibt nur die Zusammensetzung des Chors.

 

Kraftvollen, groovigen Sound, verwurzelt in der Amerikanischen Bluestradition mit Einflüssen von Funk, R&B und Soul, so beschreibt die Band ihre Musik. Die CD enthält  14 Songs, alle aus der Feder von Roberto Morbioli und wurden von Daniele Scala arrangiert. Ergänzt wird die Band durch Stefano Pisetta (Perkussion), Marie Claire Dubost (Hintergrundgesang) und Giancarlo Zucchi (Fender Rhodes).

Zusammenfassung
Abwechslungsreiche CD, vielseitig, mit einem Schwerpunkt beim Funk, gut arrangiert und sauber eingespielt. Die Musiker sind allesamt Könner und die Band harmoniert hörbar. Daniele Scala ist
ein ausgezeichneter Hammondspieler.  Roberto Morbiolis Gesang ist angenehm, die Rhythmusgruppe trägt jede Variante solide, die Perkussion sorgt für Glanzlichter und der Hintergrundchor gibt den Songs Tiefe und Körper. Die Band hat Drive und überzeugt durchgehend. Ich komme nicht um das Wortspiel rum: More Blues von Morblus. Empfehlenswert!

Tracks
Kraftvoll und groovig trifft gleich beim Eröffnungssong zu. Jungle Night beginnt schwungvoll und erinnert etwas an Fred Buscaglione und Paolo Conti, und lässt damit die unverwechselbare italienische Art, Rock darzubieten vermuten, was aber nur für diesen ersten Titel zutrifft. I Play My Blues kommt funky daher und Robertos Gesang erinnert  hier ein wenig an Joe Cocker. Gutes Zusammenspiel mit Daniele Scala kündigt sich hier an. Soulig geht es weiter mit What's It To You. Hier ist zum ersten Mal der Chor zu hören, wobei nicht ganz klar ist, wer da ausser Marie Claire Dubost noch singt und wer diese soulige Stimme hat, es klingt aber gut. Mit Man Of Snow wird es dann claptonesk, ein Mainstream Titel, der mich nicht besonders begeisterte. Dafür folgt dann mit Lump-Sugar ein rein instrumentaler Jump Blues, der vom Hocker reisst und in dem sich Gitarre und Hammond gegenseitig antreiben. I Can't Go Wrong ist eine schmelzende Ballade, schön arrangiert und wunderbar gesungen. Mit I've Been A Fool folgt ein fröhlicher, toll arrangierter Titel, bei dem das feine Zusammenspiel der Band sehr deutlich wird. Er klingt frisch, rund und luftig. Für Better Half Of Me nimmt Roberto eine akustische Gitarre zur Hand und zeigt subtile Slidequalitäten. Guitars Talking, das zweite instrumentale Stück kommt sehr jazzig daher, Giancarlo Zucchi würzt das Ganze mit seiner Fender Rhodes.  Mit Pappy's Words wechselt Morblus zu souligen Klänge mit sehr zurückhaltendem und dezentem akustischem Gitarrenspiel. Funky Party schöpft nochmal aus dem Vollen. Funky und fetzig zaubert das Stück mit Text und Musik eine ausgelassene italienische Sommernacht herbei. Walking Through The Dark ist ein gutes Outro und lässt den Sound der Band noch eine Weile im Ohr nachklingen.

Morblus - I Can't Go Wrong, 2006

Roberto Morbioli  (Gitarre, Gesang)
Daniele Scala  (Hammond & Keyboards)
Paolo Legramandi (Bass und Begleitgesang)
Marco Sacchitella (Schlagzeug)
Stefano Pisetta (Perkussion)
Giancarlo Zucchi (Fender Rhodes auf Track 9)
Marie Claire Dubost (Hintergrundgesang)

01: Jungle Night (4:31)
02: I Play The Blues (4:51)
03: What's It For You (3:50)
04: Man Of Snow (4:35)
05: Lump-Sugar (2:43)
06: I Can't Go Wrong (4:57)
07: I've Been A Fool (4:52)
08: Better Half Of Me (4:16)
09: Guitars' Talking (4:16)
10: Pappy's Words (4:10)
11: They Ain't Got What I Got (3:11)
12: Sufferin' (6:19)
13: Funky Party (4:52)
14: Walkin' Thu The Dark (4:52)