Charles Tiner - Good Soul
Tief im Gospel der der Baptist Church, in welcher sein Vater als Pastor agierte, ist Charles Tiner aufgewachsen. Diese Wurzeln spriessen heute und tragen ihre reizvollen Black Music-Blüten. Der Finalist bei der International Blues Challenge 2022 besticht auf seinem zweiten Album mit 11 leidenschaftlichen, fein konzipierten Eigenkompositionen. Damals an der IBC nur mit seinem Keyboard bewaffnet in der Solo/Duo-Kategorie unterwegs, setzt Tiner die Songs auf «Good Soul» auf erfrischende Weise im Bandrahmen mit Backing Vocals, Horn- und String-Arrangements in Szene und bietet uns gut 60 Minuten emotionsgeladenen Sound.
Der aus Chicago stammende Sänger und Keyboarder deckt sich für seine abwechslungsreichen Kompositionen mit interessanten Anleihen aus der ganzen Palette der Schwarzen Musik ein. Elektrischer Blues aus seiner Heimatstadt, Stax und Motown-Rhythmen, Delta Blues-Ideen, jazzige Elemente und immer wieder der Hauch der Kirche vermischen sich zu einer besonderen Melange – zu Good Soul. Den einzigen Fremdsong des Albums, Reverend Orvis Mays’ «Don’t Let The Devil Ride» aus dem Jahr 1968, modelt Tiner hier zu einem Funk-triefenden Blues um.
Charles Tiner verfügt über eine ausdrucksstarke Stimme, welcher er den nötigen «Grit» zu verleihen weiss. Sein Keyboardspiel ist vielseitig und melodiös, seinen Texten unterliegt eine Message, sie lassen aufhorchen – Tiner versteht, mit Worten umzugehen. Good Soul, indeed – kreiert von einer Guten Seele!
Charles Tiner (voc, p, org, perc, horn & string arr), John Virgin (g), Jamahl Patterson (dr), Charles Fox (b), Theodore Fisher (sax), Clipton Smith (g), Mark Sanders (dr), Travis Aldridge (g), Keagan Cunningham (dr), Eddie Smith (g), Chris Camp (harm, washb), William Bryant (b), Mike Wallace (dr), Conrad Lee (g, b), Sandra Chappel (voc), Regina Stewart Byrd (voc), Johnetta Jay Williams (voc)
(CD, DL, www.charlestinermusic.com)
