Groove Now Blues Weeks Basel mit Tribute to Creedence Clearwater Revival

Am 12. Juni 2026 ehrte das zweitletzte Konzert der Blues Weeks Basel eine der ganz grossen Bands der späten 60er- und frühen 70er-Jahre: Creedence Clearwater Revival. Die Band war nur von 1967 bis 1972 aktiv, brachte aber einige grosse Hits hervor, die längst zum festen Kanon des Blues-Rock gehören. Mit dem Song «Suzie Q», einem Song von Dale Hawkins, hatte die Band ihren ersten grossen Hit.
Ihren unverkennbaren Stil nannte man bald ‹Bayou Rock› oder auch ‹Swamp-Rock›. Deshalb, und auch wegen der Texte, verortete man die Band in den Südstaaten der USA, obwohl alle Musiker aus der Bay Area Kaliforniens stammten.
Das zu hören, was in der Jugend den Musikgeschmack mit geprägt hatte, dürfte für einen grossen Teil der Besucher ein Grund für den Besuch des Konzertes gewesen sein. Dieser Gedanke drängte sich beim Blick auf das Durchschnittsalter des Publikums im ausverkauften Antikenmuseum auf. Auch Patrick Kaiser sprach bei seiner Einführung in das Konzert seine entsprechenden Jugenderinnerungen an.
Natürlich war nicht zu erwarten, dass dieses hochkarätige Allstar Projekt versuchen würde, das Original klanglich zu klonen. Es gab ja auch kein Saxophon im Original Lineup. Die Musiker brachten ihre eigene Identität, ihren eigenen Stil in das Projekt ein. Es ging nicht darum, CCR zu kopieren, sondern die Songs der Band durch die eigene musikalische Brille zu interpretieren. Die Vorfreude im Saal war spürbar – und sie wurde nicht enttäuscht..
Mike Zito (g, voc), Albert Castiglia (g, voc), Jimmy Carpenter (sax, voc), Willy Barber (b) und Jimi Bott (dr) betraten ebenfalls gut gelaunt die Bühne. Schon beim ersten Song, «Born on the Bayou», brach im Saal eine Begeisterung los, wie man sie von einem Schweizer Publikum selten erlebt. Während des Konzerts wurde getanzt. Die Setlist hätte problemlos als Best-of-Programm durchgehen können.. Ich erinnere mich an «Down On The Corner», «Bad Moon Rising», «Suzie Q», «Green River», «I Heard It Through The Grapevine», «Who’ll Stop The Rain», «Proud Mary», einen zehn Minuten langen «Midnight Special», «Keep On Chooglin’» mit einem knackigen Solo von Jimmi Bot und als Zugabe «Before You Accuse Me».
Die Band spielte, als gehörten die CCR Songs zu ihrem Standardrepetoire. In alle Songs, die man als drei, vier minütige Stücke kennt, wühlten sich die beiden Gitarristen und Jimmy Carpenter tief hinein und füllten sie mit beeindruckenden Soli, sodass sie oft doppelt solang wurden. Mehr als einmal blieb nur ein Wort: grossartig. Mike Zitos Gesang erwies sich als ideale Besetzung für dieses Material, seine Stimme ähnelte der von John Fogerty. Leider ging seine Stimme im Gesamtmix stellenweise etwas unter.