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Marco Piazzalonga

15. Swiss Blues Challenge 26.05. 2026

Amaury Faivre, Dime Blend, Golden Vultures und Ronny Rast werden am Dienstag, 26.05.2026 im Rahmen des Bluesfestival Baden das Finale der Swiss Blues Challenge 2026 bestreiten.

Nicht leicht ist es der rund 30-köpfigen Nominationsjury aus Musikern, Medienschaffenden und Veranstaltern gefallen, aus den 24 Bewerbern für einen Finalplatz bei der diesjährigen Swiss Blues Challenge die vier herausstechenden Acts zu bestimmen. Die Qualität der eingesandten Soundfiles zeigte sich erfreulich hoch.

Vor Publikum und Jury werden nun Ende Mai in Baden Amaury Faivre aus der welschen Schweiz, Dime Blend und Golden Vultures aus dem Tessin und der Luzerner Ronny Rast mit je einem 25-minütigen Live-Set ihr Können unter Beweis stellen. Benoten wird die Jury nach den bewährten Vorgaben der Blues Foundation. Dabei werden der Blues Content, die  Originalität, die Bühnenpräsenz plus die gesanglichen und instrumentalen Fähigkeiten der vier Finalisten beurteilt.

Der Sieger wird die Schweiz 2027 an der European Blues Challenge (obligatorisch) und der International Blues Challenge in Memphis (fakultativ) vertreten können. Zudem verpflichtet er sich zur Swiss Blues Tour, welche Auftritte an den führenden Schweizer Blues Festivals beinhaltet.

Im Anschluss an die Rangverkündigung um ca. 20:45 wird mit der Eve Gallager Band die Siegerformation der letztjährigen Swiss Blues Challenge einen 90-minütigen Set spielen.  

Swiss Blues Challenge: Dienstag 26.05.2026, 18:00, Theaterplatz, Baden

www.swissblues.ch                   www.bluesfestival-baden.ch

Marco Piazzalonga

National Blues Museum in St.Louis

Die Blues-Welt ist um eine wichtige Attraktion ärmer. Der Vorstand des National Blues Museums in St. Louis, Missouri, hat bekannt gegeben, dass das Museum seinen Betrieb am Freitag, dem 27. März 2026, eingestellt hat. Das Museum ist ab diesem Datum für die Öffentlichkeit geschlossen.

Hier ein Auszug aus dem offiziellen Statement: «Die wirtschaftliche Lage in der Innenstadt von St. Louis hat die Möglichkeiten des Museums beeinträchtigt, nachhaltig zu arbeiten. Die Besucherzahlen konnten in den letzten Jahren nie wieder das Niveau wie vor der Pandemie erreichen. Der Rückgang war erheblich. Der kürzliche Wegfall von Bundesmitteln hat diese Herausforderungen über das Mass hinaus verschärft, welches die Organisation verkraften kann. Nach sorgfältiger Abwägung musste der Vorstand diese schwierige Entscheidung treffen.»

Diese Nachricht macht betroffen, denn dies ist kein Einzelfall. Und besonders der zweite angeführte Grund für die Schliessung gibt zu denken. Kultur, Geschichte, Tradition und Unterhaltung sind für gewisse Kreise nicht oder nicht mehr unterstützenswert. Auch andere spezifischen Museen, Festivals, Blues Societies oder Fachzeitschriften wurden Bundesmittel abgewürgt.

Seit seiner Eröffnung im Jahr 2016 an der 615 Washington Avenue im Herzen der Innenstadt von St. Louis hat das National Blues Museum den tiefgreifenden kulturellen Einfluss des Blues gewürdigt und als Treffpunkt für Musik, Bildung und Gemeinschaft gedient. Das Museum hat Tausende von Besuchern, Pädagogen und Künstlern empfangen und damit die Legenden, die unbesungenen Helden und die Wegbereiter geehrt, die durch ihre Musik Generationen eine Stimme gegeben haben. Das Museum widmete sich der Bewahrung des Erbes und der Würdigung der Geschichte des Blues – jener Musik, die als Wurzel aller amerikanischen Musik gilt. Mit interaktiven Ausstellungen, Live-Auftritten und pädagogischen Programmen würdigte das Museum, wie der Blues jeden Winkel der Vereinigten Staaten und darüber hinaus die Welt  allgemein berührt und geprägt hat.

Marco Piazzalonga
 
Blues Festival Basel Eve Gallagher1
Was gibt es Besseres als eine heisse Clubatmosphäre für Blues? Das altehrwürdige Atlantis in Basel bot während vier Abenden die ideale Location für die diesjährige Ausgabe des Blues Festival Basel.
 
Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der Newcomers. Die Promo Blues Night bot drei Formationen die Möglichkeit, Bühnenluft zu schnuppern und um einen Auftritt am kommenden Basler Blues Festival zu spielen. Dies gelang der multi-nationalen Band Hoodoo Sinners. Das im luzernischen Obernau beheimatete Quintett mit Wurzeln in GB/D/A/CH überzeugte mit ihrem R’n’B-Rockabilly-Mix und wird nächstes Jahr im Hauptprogramm einen garantierten Slot besetzen. Aber auch die beiden anderen Teilnehmer gehen nicht leer aus. Die Mojo Professors aus Binningen BL und Bluescorner aus dem Zürcher Oberland werden 2027 am Bebby Jazz, resp. am Summerblues auftreten.

Internationale Klasse bewies am Donnerstag die Eve Gallagher Band. Die Siegerformation der letztjährigen Swiss Blues Challenge wusste mit einem dynamisch-prickelnden Set zu gefallen, aus dem die faszinierende Stimme ihrer Leaderin herausstach. Fusste der Sound bei der Eve Gallagher Band auf zeitgenössischem Soul, so liessen es die nachfolgenden Mark Slate & Rotosphere krachen. Die Band aus dem Raum Baden um den stimmgewaltigen Mark Slate und den Co-Bandleader Nic Niedermann an der Gitarre holte das Publikum mit kernigem Rootsrock ab.

Klassischen Trio-Bluesrock gab es am Freitag von Ronny Rast und seiner Band zu hören. Der 20-jährige Luzerner beeindruckte dabei durch sein stupendes Können an den sechs Saiten. Eine besondere Art von Plattentaufe zelebrierten anschliessend Manu Hartmann und ihre Band.
 
Einerseits überraschte die Baselbieter Sängerin mit der Ankündigung, dass ab sofort ihr Live-Album «Arcabas Session» gratis und franko für alle interessierten Musikliebhaber per Download erhältlich sei (der Download-Link findet sich auf www.manuhartmann.ch). Andererseits stellten Manu Hartmann und ihre Truppe exklusiv zwei brandneue Songs, welche später im Jahr auf einem neuen Studio-Album erscheinen werden, live vor.
Das Blues Festival Basel wurde am Samstag abgerundet durch den Auftritt von Vanesa Harbek & Band und einer 80th Birthday Bash Session für und mit dem legendären Drummer Cosimo Lampis (ex-Toad).
 
SAVE THE DATE: 10.03. - 13.03.2027
Marco Piazzalonga

Blues For Youth Project

Die European Blues Union EBU organisiert und unterstützt diverse Programme, allen voran die European Blues Challenge, welche diesen April in Katowice, Polen, stattfindet. Doch auch die Pflege des Nachwuchses nimmt einen wichtigen Teil der Arbeit ein. Hier kommt nun Blues For Youth ins Spiel.

Das Hauptziel von Blues For Youth ist es, den Blues bei jungen Generationen beliebt zu machen, angefangen bei Schulkindern bis hin zu jungen Musikern. Dabei geht es nicht nur darum, Musik zu vermitteln, sondern vor allem auch die Kultur hinter diesem afroamerikanischen Erbe, das mit Gleichberechtigung und Menschenrechten verbunden ist.

Marco Piazzalonga

Blues Hall Of Fame

Die Blues Foundation hat dieser Tage die Namen der diesjährigen Nominierten veröffentlicht, welche am 6. Mai dieses Jahres anlässlich einer speziellen Feier im Cannon Center for Performing Arts in Memphis in die Blues Hall Of Fame aufgenommen werden.

In der Kategorie Künstler sind dies: Die immer noch aktiven Barbara Lynn (voc, g), Kenny Neal (voc, g, harm) und Bob Margolin (g, voc), die kürzlich vom Tourneeleben zurückgetretene Marcia Ball (voc, p), sowie die beiden «Legenden» Henry «Ragtime Texas» Henri (1874-1930, voc, g, quills) und Rosco Gordon (1928-2002, voc, p).

Marco Piazzalonga

Die Recording Academy hat gesprochen!

68. Grammy Awards Crypto.com Arena Los Angeles 01.02.2026

Mittlerweile sind es – wenn wir  richtig gezählt haben – 95 verschiedene Kategorien, in denen ein Grammy auf seinen glücklichen Gewinner wartet. Am 1. Februar 2026 war es wieder soweit: In der Crypto.com Arena in Los  Angeles ging die rauschende (und überlange) Grammy  Award Show über die Bühne. Zum Glück geht es bei dem Mega-Event auch noch um Musik, und nicht nur um «Auffallen und gesehen werden». Picken wir also einige der für uns interessanten Gewinner heraus. Die Gesamtliste aller Preisträger findet sich unter www.grammy.com.

Marco Piazzalonga

Larissa Baumann zum Blues Artist Of The Year gekürt!

Swiss Blues Awards Show Mühle Hunziken 31.01.2026

Blues kann auch Party! Die von der Swiss Blues Society organisierte Verleihung der Blues Music Awards Switzerland in der Mühle Hunziken entwickelte sich auch dieses Jahr wieder zu einer veritablen Fete für Publikum und Künstler. Einer Fete, der aber auch ein besinnlicher Moment innewohnte. Moderator Ray Fein gedachte mit bewegenden Worten und einem berührenden Song den Opfern von Montana-Crans und deren Familien.

Viel abwechslungsreiche Musik, unterbrochen von den verschiedenen Preisübergaben bestimmten den Abend. Einen hervorragenden Job erledigte dabei die House Band des Anlasses. LL & The Shuffle Kings mit Rolf LL Lüthy (g), René Eberhard (b), Charlie Weibel (dr) plus Gastmusiker Dinu Logoz (harm) groovten gekonnt durch den Abend und begleiteten verschiedene Award-Gewinner bei deren Auftritt.

Marco Piazzalonga

«Born With The Blues»

Pat Laemmle Plattentaufe Chesselhuus Pfäffikon 24.01.2026 Born with the Blues

Sympathisch, unprätentiös und mit viel Herzblut begingen Pat Laemmle & Band ihre Plattentaufe im Chesselhuus Pfäffikon. «Born With The Blues» nennt sich das Werk des Ostschweizer Sängers und Gitarristen, produziert von Marco Jencarelli in dessen Soundfarm Studios.

Ehrensache, dass Laemmle mit seiner Truppe neben dem Titelsong weitere feine Eigenkompositionen des neuen Albums auf die Bühne zauberte, darunter «Blue Chicago»: eine Ode an den gleichnamigen Club in der Windy City, «Dead Man’s Blues»: eine Story über eine alte, kaputte Gibson SG-Gitarre, die  Laemmle einst bekam, und «Catch 22»: einen Song über die Situation, wenn alles schief läuft, welchen Weg man auch immer wählt.

Pat Laemmle wird in den nächsten Monaten «Born With The Blues» auf den Schweizer Bühnen vorstellen. Die genauen Termine finden sich unter www.blueschargers.com.

Marco Piazzalonga

Good-Bye mit Glanz und Gloria!

Lilly Martin Farewell Show Moods ZH 23.01.2026

Zum Abschluss ihrer langjährigen Bühnen-Karriere zog Lilly Martin, bestens unterstützt von ihrer brillanten Band, nochmals alle Register. Vor ausverkauftem Haus im Moods ZH bewies die gebürtige New Yorkerin (mit kubanischen Wurzeln), wieso sie jahrelang an der Spitze der Schweizer Roots Music-Szene mittat. Traurig, aber mit grossem Respekt ziehen wir den Hut vor  Lilly’s Entschluss, dem anstrengenden Tourneeleben den Rücken zu kehren, solange Stimme und Energie sich noch auf Top-Niveau bewegen.

Marco Piazzalonga

Die Gewinner stehen fest!

IBC 2026v.l.n.r. Kimberly Horton (President & Ceo Blues Foundation), Derrick Dove & The Peacekeepers (Winner Band Category IBC 2026), Joe Whitmer (Event/Production Consultant Blues Foundation)

Mit dem Finale im altehrwürdigen Orpheum Theatre in Memphis endete die 41. International Blues Challenge. Gegen 140 Bands, Solo/Duos und Youth Challengers bespielten während vier Tagen die Clubs der legendären Beale Street, um einen der prestigeträchtigen Auszeichnungen zu erringen. Zurückgegangen ist leider mit nur zehn Acts aus sieben Ländern die Zahl der europäischen Teilnehmer. So suchte man z.B. dieses Jahr vergebens Musiker aus der Schweiz oder aus Deutschland. Neben Belgien, Luxemburg, Kroatien, Frankreich, Finnland, UK und den Niederlanden ergänzten Kanada, Korea und Australien das von US-amerikanischen Bluesern bestimmte Feld.

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