CD-Taufe von Elias Bernet - Album Better off with the Blues

Leidenschaft und pure Spielfreude 

Elias Bernet Better off with the BluesDie ersten Takte geben den Ton an, die ersten Töne geben den Takt vor. Natürlich ist das Blues, was die Elias Bernet Band auf ihrem dritten Album spielt. Und Blues gilt gemeinhin als Trauer, Kummer und Gram. Wer den Blues hat, verbringt die Nächte schlaflos. Der heult seine Klagen zum Mond hinauf. Aber wieso nistet sich denn bereits nach wenigen Sekunden ein chronisches Lächeln im Gesicht ein? Wieso zucken Füsse, Hüften, Schultern und Nacken, als gehorchten sie willenlos einem Tanzbefehl? 

Ohne Nacht kein Tag, ohne Blues keine rauschenden Glücksgefühle. Gipfel erklimmt nur, wer den Sturz riskiert. Ein authentisch gelebtes Leben enthält auch Bitternoten – Bluenotes. Wer diese Einsicht gewonnen hat, feiert die Melancholie. Der sagt sich: Better off with the Blues.

Elias Bernet und seine Mitmusiker propagieren den optimistischen Blick. Sie tun das vom titelgebenden ersten Stück bis zum Ende dieses 15 Lieder dauernden Fests. Da sind auch die ruhigen, nachdenklichen Töne. In den Texten finden sie sich überall. Musikalisch hört man sie besonders in Balladen wie „Heavy load“ oder „See what lies deeper“. Insgesamt dominiert aber die heitere Verzückung: „Monkey juice“, „Light that fire“, „Rattle, shake and squeeze“! 

Better off with the Blues ist ein euphorisierender Ritt. Bernhard Eggers Schlagzeug pulsiert. Markus Fritzsches Bass federt. Die soulige Stimme der Sängerin Freda Goodlett sowie die knackige Percussion von David Stauffacher ergänzen das Trio bei einer Auswahl von Stücken. Darüber singt Elias Bernet kraftvoll den lebensbejahenden Blues, während seine virtuosen Finger – man möchte sagen leichtfüssig – über die Tasten von Klavier und Hammondorgel tanzen. 

www.eliasbernet.ch