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Konzerte

Marcia Ball im Grütli in Rüthi

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Sonntagabend, den 26. 10. 2008, im «Grütli the Club» in Rüthi, bzw. Büchel, bzw. vielleicht auch Lienz (für Auswärtige erschliesst sich das nicht sofort). Marcia Ball hat gestern dieses bei allem Respekt durchaus provinziell zu nennenden Dörfchen im St. Galler Rheintal für zwei Stunden in das helvetische Epizentrum des Swamp Blues verwandelt. Und dabei waren die Bedingungen alles andere als ideal.

Es war ein kühler Herbstabend, die Nebel füllten die Senken und krochen über die Felder, also eher Stimmung für Glühwein und Wolldecken. Aber mitten im Rheintal gibt es die Bar, das Restaurant, den Klub «Grütli», wo immer wieder heisse Gigs stattfinden. So gab es gestern Marcia Ball zu hören, die mit ihrer Tourband für lediglich vier Konzerte nach Europa kommt. Zwei davon sind in der Schweiz, nämlich ausser dem Konzert gestern Abend am 29. 10. im «Moonwalker» in Aarburg. Bereits am Freitag tritt sie wieder in New Braunfeld, Texas auf.

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Gefühlvolle Songs mit viel Druck — druckvolle Musik mit Gefühl

Zürich, 15.10.2008  

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Es war gestern eine harte Konkurrenz, gegen die John Lyons antreten musste: Die Fussballer mit den Roten Leibchen spielten ein weiteres vermeintliches «Entscheidungsspiel» und das führte dazu, dass sich nur wenige Blues-Liebhaber in die Bling-Bar in Zürichs Kreis 4 verliefen, um Gitarrist und Sänger John Lyons und seine Band - Rob O'Tiker am Schlagzeug, Jürg Sidler am Bass und als Verstärkung Pierroz Bolli am Saxophon - zu hören. Entsprechend begann das Konzert mit einer halben Stunde Verspätung, aber dann legte die Band mit T-Bone Shuffle auch für die relativ wenigen Leute richtig los.

Ein hauptsächlich aus Texas-Blues bestehendes Repertoire wurde gespielt, bei dem John Lyons Liebe zu und Verehrung für Stevie Ray Vaughan offensichtlich wurde. Gegen Ende des Sets gab es zwei Titel aus dem Katalog von Magic Sam und Buddy Guy und dann zwei Titel in Anlehnung an Muddy Waters. Hier zeigt John Lyons, dass er sich auch mit dem Slide zu helfen weiss.

 

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Gesellenstück

Die Bluessängerin und Gesangslehrerin Evelyne Péquignot versteht ihr Handwerk. Davon konnte man sich an der 3. Basler Vocal Night im Zic Zac gestern Abend überzeugen. Vor ausverkauftem Haus präsentierten über dreissig Ihrer SchülerInnen einem gut gelaunten Publikum ihr erworbenes Können.

Es war für alle Teilnehmenden der erste Auftritt bei einem öffentlichen Konzert. Kein Blueskonzert im eigentlichen Sinn, sondern ein Gang quer durch die Popmusik der letzten 40 Jahre. Deswegen ist dies auch keine Konzertrezension, dafür war das Angebot zu breit und dafür sind die Geschmäcker zu verschieden.

Es würde auch der Idee des Ganzen nicht gerecht, die einzelnen Songs und InterpretInnen zu beurteilen, denn der Gedanke des Wettbewerbs ist gerade nicht das, was Evy mit der Vocal Night beabsichtigt. Im Vordergrund steht die Idee, jugendliche Talente zu motivieren und zu fördern und Ihnen Gelegenheit zu geben, vor einem Publikum aufzutreten. Eigentlich ist es ein Teil des Unterrichts, denn Singen soll ja nicht bloss im Stillen Kämmerchen stattfinden. Es ist diese Idee - und Ihre Umsetzung - die hier betrachtet werden soll.

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Superstimmung und Blues-Plausch im Albani

albani08092008a.jpgAm vergangenen Donnerstag, dem 4. September 2008, fand im Winterthurer Musiklokal Albani der als  «Thursday Blues Session» bekannte Blues-Jam statt.  

Organisator und das Herz der Veranstalter Walter Baumgartner  hat erneut die Bühne geöffnet für alle Interessierten und er war es auch, der am Abend ad hoc die Musiker zu Improv-Bands kombinierte. Die so zusammengewürfelten Mitglieder der Bands sprachen dann die Setlist untereinander ab und legten nach kürzesten Soundchecks los. Jede Formation blieb für zwei bis drei Songs auf der Bühne, jeweils vom Publikum mit Aufmerksamkeit und Applaus belohnt.

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evyandbluesjacksgundeli.jpgEs ist kein Honigschlecken, an einem Strassenfest zu spielen. Wenn es auch noch ein Debut ist, so ähnelt es dem Feiern des Geburtstages im Skilager: Nur wenige interessieren sich wirklich dafür. Die Leute flanieren und irgendwo zwischen Kebab und Softeis dringt plötzlich Musik an ihr Ohr und sie bleiben vielleicht stehen und hören einen Moment zu. Man spielt also sozusagen ohne Publikum. Auch die übrigen Umstände sind nicht wirklich berauschend, die Bühne ist improvisiert, das Licht und der Ton bescheiden.

Evelyne Péquignot hat es trotzdem gewagt, am Samstag dem 30. August an der Boulevarderöffnung Gundeli ihre neue Band Evy & the Bluesjacks zum ersten Mal live vorzustellen.

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claptonhallenstadion2008.jpg Jean-Martin Büttner beschreibt in seinem immer wieder unfassbar guten Buch Sänger, Songs und triebhafte Rede das Konzert  als das Wiederkehren immer gleicher Bestandteile eines festen Rituals: «Zweieinhalb Stunden, ein Schlagzeugsolo, drei Zugaben und zwanzigtausend flammende Feuerzeuge später ist der Spuk vorbei. Die Fans sind begeistert, der Moderator vom Privatradio ist begeistert, das Fernsehen ist schon im Voraus begeistert gewesen, und die Zeitungen werden die Begeisterung übermorgen nachholen. »Everybody say yeah«, hat der Sänger gerufen, und siehe: Alle sagen sie ja, ja, ja.» (Büttner 1997, 379). Ein Konzert ist immer auch ein Aufeinandertreffen von Erwartungen der Einmaligkeit seitens des Publikums und der Routine seitens der Musiker, die gestern in Wiesbaden spielten und morgen in Monte Carlo sein werden. Diese Erwartungen sind nicht immer kompatibel, aber wenn man Fr. 85.- für einen Stehplatz bezahlen muss, dann erwartet man vielleicht doch einen engagierten Musiker, der Freude hat, ein Konzert zu spielen.

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