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ZydecoPartyBandGumboBrotherhoodCDCoverEr stammt zwar aus Texas, wuchs jedoch teilweise in Louisiana auf und verliebte sich dabei in die Kultur des Pelican State. So war es nur konsequent, dass er sich für lange Zeit in New Orleans niederliess und dort in der Szene um Dr. John, Clifton Chenier und den Neville Brothers die Musik förmlich aufsog. Er entwickelte einen eigenen Stil, ein Amalgam aus Zydeco, Blues, New Orleans Funk und Jazz. Inzwischen lebt er in Los Angeles. Wir haben sein neustes Album: The Gumbo Brotherhood angehört.

Hierzulande wurde der Pianist, Sänger, Songschreiber und Akkordeonspieler durch die Zusammenarbeit mit Kurt Bislins Donkey Biters bekannt, die 2003 begann und mit regelmässigen Tourneen bis heute fortdauert. Aus der Zusammenarbeit entstand 2005 das Album Sittin’ On Top Of The World. Unter dem Titel Doug Legacy & Burrobeat tourte er zuletzt 2017 durch die Schweiz. Burrobeat sind Cla Nett (git.), Robi Schweizer (b) und Kurt Bislin (dr). Ein wenig gehört er sozusagen zur Schweizer Bluesszene.

In den USA ist er mit seiner Zydeco Party Band unterwegs, spielt aber immer wieder in verschiedenen, anderen Formationen und hat dabei mit einer Vielzahl von Musikern zusammengearbeitet, darunter Ry Cooder, Teresa Russell, John Avila, Bonnie Raitt, David Lindley und Mark Shark. Die Zydeco Party Band war von 1996 bis 1998 die Hausband in der Show «Muppets Tonight», dem Nachfolger der «Muppet Show». So entstanden im Laufe der Jahre eine Vielzahl an Alben, elf Stück allein mit der Zydeco Party Band.

Sein neustes Album trägt den Titel The Gumbo Brotherhood. Gumbo ist bekanntlich ein Eintopf mit allerlei verschiedenen Zutaten. Diese CD ist Gumbo vom Besten. 13 Titel enthält sie, 3 davon aus der Feder Doug Legacys, die übrigen sind Klassiker von verschiedenen Musikern, darunter BB King, Aaron Neville, Albert King, Willie Dixon, Georgia Turner, Chris Kenner und Jesse James. Viele davon sind Klassiker wie der 1936 aufgenommene Lonesome Day Blues von Jesse James, dem seltsamen Pianisten, von dem man kaum etwas weiss und um den sich allerlei Geschichten ranken, unter anderem die, dass er als Sträfling unter Bewachung ins Studio gebracht worden war, dabei aber zusammenbrach bevor die Session zu Ende war. Wahrscheinlich ist die Story aber eine Erfindung aus der Interpretation der Textzeile: «I’m goin’ to the Big House, an’ I don’t even care... I might get four or five years, lord, an’ I might get the chair». Jedenfalls war James nach der erwähnten Aufnahmesession Pianist bei Walter Coleman in dessen Cincinatti Jug Band. Weitere klassische Titel sind der Karnevalstitel Brother John is Gone von den Wild Magnolias, Albert Kings Crosscut Saw, oder Georgia Turners House Of The Rising Sun.

Mit Respekt vor den Originalen verpasst Legacy allen Songs einen kräftigen Schuss New Orleans Lebensfreude, wodurch ein enorm fröhliches Album entstanden ist. Ein Zydeco Album ist gerne mal etwas eintönig, diese hier ist alles andere als das.

Doug Legacy and The Zydeco Party Band – The Gumbo Brotherhood (2017)

1

Hey Pocky a-Way

3:51

2

Lonesome Day Blues

5:08

3

Everybody Lies a Little

5:47

4

Tell It Like It Is

5:57

5

Flambeaux

4:00

6

I Just Want to Make Love to You

5:25

7

Brother John Is Gone

4:27

8

Crosscut Saw

3:22

9

I Like It Like That

2:55

10

Why Get Up

4:11

11

House of the Rising Sun

6:50

12

Zydeco Doo Wah

3:06

13

Yardwork

4:13

Doug Legacy (voc, acc, p, wshb)
Grant Geissman (git)
Jimmy Z (sax, harm)
Dave Eastly (b, b-voc)
Gary Ferguson (dr, perc)
Paul Navidad (sax, b-voc)
John Avila (b)

Website Zydeco Party Band

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