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Zurück in die Siebzigerjahre

The Blue PoetsThe Blue Poets heisst das Debutalbum der gleichnamigen Band, die der versierte Gitarrist Marcus Deml 2015 gegründet hatte. Davor war er hierzulande durch sein früheres Projekt, die Band Errorhead, bekannt geworden. Es ist ein Vintage-Album geworden und Freunde des Bluesrocks/Rocks/Blues der Siebzigerjahre kommen sowohl musikalisch, als auch was die Aufnahmequalität und den Sound betrifft, voll auf ihre Rechnung.

Deml war jahrelang Session Gitarrist in den USA und wurde dort als einer der drei Guitar Heroes 2005 vom Magazin Guitar Player ausgezeichnet und ist auch in der Rock and Roll Hall Of Fame in Cleveland ein Mitglied. 1993 kehrte er nach Deutschland zurückkehrte und gründete die erwähnte.  Gruppe Errohead, mit der er sechs Alben veröffentlichte. Sie spielte Rock mit Einflüssen aus Blues, Funk und Techno. Ob die Band nun Geschichte ist, oder ob sie als zweites Projekt weitergeführt wird, ist nicht klar.

Mit The Blues Poets ist er wieder näher an die Wurzeln gerückt. Deutlich sagt er es im Song It’s About Time, wo die Zeilen vorkommen:

I played some Rock
I played some Roll
I played anything to suit my soul
but the blues, the blues is alright for me
it ain’t nothing but the blues
it’s the only cure for free

Das Album enthält 11 Titel. Alle, ausser dem Cream Song Sunshine Of Your Love stammen aus Demls Feder. Es sind starke Titel, welche die Songschreiber Qualitäten Demls unterstreichen, auch wenn ich die Texte nicht besonders originell finde. Kein Titel ähnelt einem anderen. Das sorgt für ein abwechslungsreiches Album. Sein Gitarrenspiel ist attraktiv, mit Klasse aber ohne die Übertreibungen, wie sie in den Siebzigern Mode waren. Auch seine Soli strotzen vor Spielfreude, ohne ausufernde Egotrips.

Den Gesang steuert der Australier Gordon Grey bei, eine ausgezeichnete Wahl. Auch die Rhythmusgruppe aus dem Schlagzeuger Felix Dehmel und dem Bassisten Markus Setzer ist gut besetzt. Erklärtes Ziel der Aufnahmen war es, die Songs live einzuspielen, ohne «Tricks, Korrekturen und Computer», wie es der Pressetext vermerkt. Ich finde, das ist sehr gut gelungen. Alle Tracks klingen frisch und ungekünstelt und vermitteln Live Atmosphäre. Bis auf die zwei langsame Titel Alien Angel und With Your Eyes sind die Songs kraftvoll und führen den Hörer tatsächlich zurück in die Zeiten von Cream, Gary Moore, Hendrix oder SRV. Der temperamentvolle Opener Goodbye hat das Zeug zu einem Hit mit tollem Groove und eingängigen, raffinierten Riffs und mit weiteren anspruchsvollen Titeln geht es durch das ganze Album. Mit It’s About Time und The Truth sind auch noch Shuffles mit Ohrwurmqualitäten zu hören.

Ein gelungenes Debutalbum. Weiter so!

Website The Blue Poets
Facebook The Blue Poets

The Blue Poets – The Blue Poets (2016)

Marcus Deml (git)
Gordon Grey (voc)
Markus Setzer (bass)
Felix Dehmel (dr)

  1. Goodbye Too High
  2. Sad, Sad, Sad
  3. Alien Angel
  4. Sunshine Of Your Love
  5. Shallow Words
  6. It’s About Time
  7. For A God
  8. Won’t You Suffer
  9. The Truth
  10. With Your Eyes
Video «With Your Eyes»

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