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GreyHoundGeorgeAndyEggertLongestRoadCDCoverDer norddeutsche Slide-und Roots-Gitarrist Greyhound George wurde schon vermehrt mit seinen Alben vorgestellt. So wurden seine Veröffentlichungen von 2013 und 2014 hier bereits erörtert, weshalb sich hier ein kurzer Hinweis empfiehlt. Für das neue Album The Longest Road I Know hat der «Windhund» erneut die Zusammenarbeit mit dem «Alligator» gesucht und so ist das Album als Koproduktion mit Andy Grünert veröffentlicht. Der Harp-Spieler und der Gitarrist haben schon auf Cleaning Up wunderbar harmoniert und das ist hier nicht anders: 13 Songs, davon 3 von Greyhound George selbst geschrieben (unter dem Klarnamen Jürgen Schildmann) und einige berückend schöne Covers. Insbesondere Fats Dominos Sick and Tired hat es mir angetan. Im Gegensatz zur Veröffentlichung von 2014, auf der vor allem Eigenkompositionen zu Gehör gelangten, sind es hier die Coverversionen, die dominieren.

Das gespielte Material zitiert quer durch den Bluesgarten alles, was Rang und Namen hat und die beiden Roots-Bluesmen aus dem platten Teil Deutschlands antrieb und bewegte: ein Titel von Son House (The Jinx), und sonst Titel aus der Zwischenkriegszeit. Wenn der jüngste der Komponisten Willie Dixon ist, dann wird klar, welches Material hier gespielt wird. Dessen I Just Wanna Make Love to You wurde entsprechend gehörig verlangsamt und zur akustischen Ballade gemacht. Als eine Live-Aufnahme kommt der von Sonny Boy Williamson geschriebene Titel Shake Your Boogie aufs Album, was insofern interessant ist, als dies als einziger ein als Harp-Titel konzipierter Song war.

GreyHoundGeorgeAndyEggertPromoShotWas macht nun den Fats Domino-Titel so speziell? Im Gegensatz zu den anderen Titeln war hier eine Neuausrichtung gefragt, denn der New-Orleans-Rhythmus musste zu einer Begleitung für akustische Gitarre werden, was George wunderbar hingekriegt hat, indem er einen Rumba-Rhythmus draus macht (bzw. was man als solchen bezeichnet). Dadurch wird wie bei der Offenlegung von inneren Strukturen der Aufbau und die eigentliche Anlage des Titel transparent, was wiederum hilft, Fats Domino selbst besser zu verstehen.

Wie bei den früheren Veröffentlichungen ist auch hier Greyhound George ein grosser Wurf gelungen und er etabliert sich als Fackelträger eines nicht musealen Akustikblues, der die Leute eben erreicht und der heut ein aktuelles Anliegen vertritt wie es bereits Williamson oder Son House vor einem Dreivierteljahrhundert taten. Die Zusammenarbeit von Andy Grünert und Greyhound Geroge, die mittlerweile 2 Alben hervorbrachte, bleibt hoffentlich noch einige Zeit bestehen, die Musik der beiden Künstler passt fugenlos zueinander.

Greyhound George & Andy Grünert - The Longest Road I Know (2016)
1. Step It Up And Go 3:44 Blind Boy Fuller
2. Sick And Tired 4:56 Fats Domino
3. Clarksdale Groove 4:19 Jürgen Schildmann
4. Get Your Yas-Yas Out 3:49 Blind Boy Fuller
5. Sixty One Highway 5:12 Fred Mc Dowell
6. Fashion Girl 4:44 Jürgen Schildmann
7. I Just Wanna Make Love To You 3:23 Willie Dixon
8. Nine Lives 4:29 Jürgen Schildmann
9. Scratch My Back / Ridin' In The Midnight 6:52 Slim Harpo/Chester Burnett
10. Stranger's Blues 3:32 Tampa Red
11. The Jinx 5:29 Son House
12. Shake Your Boogie 5:04 John Lee Curtis Williamson
13. The Midnight Special 5:12 Huddie Ledbetter

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Di 30.7.19, 20.00, Kaufleuten Zürich

Ihren Megahit hatten sie 1987: Mit dem Ritchie Valens-Cover «La Bamba» aus dem gleichnamigen Film wurden die 1973 in East Los Angeles gegründeten Los Lobos über Nacht weltberühmt. Doch die Band ist vielseitiger und oft viel rauer, als es jener Latin-Spass suggerierte. Ihre Musik ist der Tex-Mex, eine Mischung aus mexikanischer Volksmusik, Rock und Blues, Folk und Country.  Zehn Jahre nach ihrem letzten Zürcher Konzert kommen Sie am 30. Juli noch einmal ins Kaufleuten.
https://allblues.ch/Los-Lobos/2279

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