Angehört: Layla Zoe Breaking Free

Auf Breaking Free ist alles mit der grossen Kelle angemacht: Die Schlagzeugsets klingen wie Explosionen, die Verzerrer stehen auf 11, Gefangene werden keine gemacht! Auch die gelegentlichen Balladen klingen nach Auftritten vor 40'000 Fans. Das Vorbild ist irgendwo im «Classic Rock» zu sehen: Breaking Free etwa lehnt sich deutlich an AC/DC als Sound-Ideal an. Why We Hurt the Ones We Love ist ein Gitarrenriff mit gelegentlichen Arpeggien und insgesamt viel Druck. Der mit über 11 Minuten längste Titel Highway of Tears ist eine sehr langsame Rock Ballade in bester Tradition der Scorpions oder anderer Bands der sonst härteren Gangart. Sweet Angel zeigt dann die Singer-Songwriter-Seite, eine Rock/Country-Ballade mit perfektem Gitarrensolo. Somit ist für jeden was dabei, und Wild Horses als ambitioniertes Stones-Cover klingt beim ersten mal ungewohnt, beim zweiten Mal denkte man schon: … wieso eigentlich nicht? Layla Zoe kann sich mit Jagger vergleichen, das ist doch keine schlechte Feststellung aus dieser CD. Aber als – im positiven Sinn gemeint – Diva darf man sich auch einem solchen Anspruch stellen. Zoe gibt alles und das kann ganz schön intensiv werden, aber allein ihre Stimme ist Grund genug hier mal reinzuhören. Ach, und das einzige, was mich wirklich störte? Auf der sanften Piano-Ballade He Loves Me gibt es die Refrainzeile «He Told Me I was a Good womàn», also mit Betonung der letzten Silbe. Das klingt scheusslich!

1 Backstage Queen 6:15
2 Why Do We Hurt the Ones We Love 5:14
3 Wild One 4:58
4 Highway of Tears 11:06
5 Breaking Free 6:21
6 Work Horse 4:48
7 Sweet Angel 8:00
8 Run Away 6:06
9 Wild Horses 5:50
10 A Good Man 5:28
11 He Loves Me 5:30