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Bob Stroger 1Die traurige Nachricht, dass in wenigen Wochen mit Tschuppi’s Wonderbar leider einer der wenigen «echten» Juke Joints in unserem Land für immer seine Tore schliessen wird, gepaart mit der Aussicht, die «Blues-Legende» Bob Stroger aus Chicago nochmals Live zu erleben, hat die Führungscrew von BLUESNEWS bewogen, Anfang Januar eine Pilgerreise nach Luzern zu unternehmen.

Der als «A Blues Night with Bob Stroger and Friends» angekündigte Event entpuppte sich als ein veritabler Familientreff der Luzerner Bluesszene. Den Auftritt des Sängers und Bassisten aus Chicago wollten sich sowohl einige Mitglieder der Führungsriege, wie auch diverse Stammgäste des Lucerne Blues Festivals nicht entgehen lassen. Als Bob’s Friends agierte zudem die Crème de la Crème der lokalen Roots-Musiker.

bluesnews joanne Shaw Taylor

Damals als 16-Jährige entdeckt hat sie kein Geringerer als der  Eurythmics-Mastermind Dave Stewart, gefördert wurde sie vom rührigen Plattenlabel Ruf Records, ihren Sound schliff sie anhand Dutzender Konzerte im Rahmen des Blues Caravan, heute arbeitet sie mit Koryphäen wie Joe Bonamassa und Kevin Shirley zusammen – Joanne Shaw Taylor ist im Blues-Rock-Olymp angekommen.

Seit  dem Erscheinen ihres Debutalbums «White Sugar» im Jahre 2009 hat sich Taylor enorm weiterentwickelt. Geblieben ist das Fundament des energiegeladenen, britischen Blues. Doch darüber baut die versierte Gitarristin – musikalisch stets neugierig – Genre-übergreifend verschiedenste Elemente in ihre Songs ein. Ihr Songwriting besitzt Hand und Fuss und bietet ihr Platz für spannende Ausflüge an den sechs Saiten – bestens zu Hören auf ihrem aktuellen Album «Black & Gold».

Für ihr einziges Konzert in der Schweiz entert die Mittdreissigerin am 09. Februar dieses Jahres die Bühne im Kaufleuten Zürich. Details und Tickets zum Konzert von Joanne Shaw Taylor finden wir unter www.allblues.ch.

Michael van Merwyk Move On Down the Line

Einen Leckerbissen sondergleichen für alle Unplugged-Fans – und solche, die es noch werden wollen – hat Michael van Merwyk kreiert. Der begnadete Songster aus dem deutschen Norden frönt so kompromisslos wie faszinierend seiner grossen Liebe für Resonator-Gitarren. Van Merwyk schlug am 18. Juli 2025 seine Zelte bei Mainwood Guitars im niederländischen Aalst auf, um auf ganz spezielle Weise sein neues Album «Move On Down The Line» einzuspielen. Das Rezept: Zwei hochklassige Ear Trumpet Lab-Mikrofone, ausschliesslich ein gespielter Take pro Song, keine Overdubs, dafür mit nicht weniger als sechs verschiedenen National Resophonic Gitarren (darunter drei Vintage-Exemplare aus den 1930er Jahren) plus seinem bevorzugten, langjährigen Schlachtross «Heart», einer Continental CS-N – et voilà!

Mike Bourne Band Kansas City OClock

Jump Blues-Freunde aufgepasst! «Can’t Be Anybody But Myself» gesteht uns Mike Bourne im Opener seines neuen Albums und meint damit, dass er nicht anders kann, als seiner grossen Liebe, dem Sound seiner Heimatstadt Kansas City zu frönen. Schon die Vorgängerscheibe von 2023, «Kansas City Cruisin’», zielte in dieselbe Richtung – nun sind Bourne und seine ausgebuffte Truppe zurück mit einer weiteren Ladung an swingenden Rhythmen, rockenden Shuffles, röhrenden Saxofonen, klimperndem Barrelhouse-Piano und augenzwinkernden Texten! Da bleibt kein Tanzbein ruhig und keine Auge trocken! Kurz: Es ist wirklich wieder mal «Kansas City O’Clock»!

Sei dabei! Feiere am 31.01.2026 mit uns in der Mühle Hunziken!

BMAS 2026 Quadrat 851 x 851 pxDie Swiss Blues Award-Auszeichnungen (SBA) werden an der Blues Music Awards Switzerland-Veranstaltung (BMAS) jährlich an Musiker, Festivals, Veranstalter/Clubs, Vereine, Promotoren, Medienschaffende oder Institutionen sowie an Förderer des Blues in der Schweiz, unter dem Patronat der Swiss Blues Society (SBS) verliehen.

Die Backing Band LL & The Shuffle Kings wird die Veranstaltung eröffnen und die musikalischen* Preisträger begleiten. Die musikalischen Preisträger interpretieren mit der Backing Band an der Preisverleihung ein Stück aus ihrem Repertoire. Die Moderation werden Larissa Baumann und Raymond Fein durchführen.

See That My Grave Is Kept Clean

Blind Lemon Jefferson (1893 – 1929) war trotz seines frühen Todes der erste männliche «Superstar» des Blues, und wird heute gar als die «Stimme des Schwarzen Amerika» zu jener Zeit bezeichnet. Nach der 1920 von Mamie Smith mit «Crazy Blues» ausgelösten Phase des Klassischen Blues, ausschliesslich von Sängerinnen mit (Jazz-)Bandbegleitung getragen, entdeckten die Scouts der Plattenfirma Paramount fünf Jahre später anhand der Musik von Blind Lemon, dass auch ein riesiger Markt vorhanden war für einen gut 30-jährigen Sänger, der sich brillant nur mit einer akustischen Gitarre begleitete. Lemon’s Einfluss auf die Musikszene ist – etwa via T-Bone Walker, Lightning Hopkins oder B.B.King bis zu Bob Dylan – noch heute immens. Unter den Aufnahmen, die Jefferson in seiner kurzen Karriere einspielte, finden sich z.B. «Matchbox Blues», «See That My Grave Is Kept Clean» oder «Black Snake Moan», die Generationen an Blues-, Folk- und Rock-Gitarristen den Weg wiesen.

The Blues Brothers

Musical, Komödie, Satire, Hommage, Action Movie, Box Office Smash, und noch so viel mehr – über die Jahrzehnte ist der Blues Brothers-Film, einst von den sogenannten Kritikern zerstampft, zu einem hochgelobten Stück amerikanischem Kulturgut mutiert. Diese ganze Entwicklung, die spezielle Vorgeschichte des Streifens, sowie die Entstehung und Verfilmung fasst Daniel de Visé in knapp 400 Seiten äusserst unterhaltsam zusammen. Blendend recherchiert, nimmt uns das Buch des Pulitzer Preis-Trägers zudem mit durch Leben und Karrieren der beiden Protagonisten John Belushi alias Jake Blues und Dan Aykroyd alias Elwood Blues.

Blues Caravan 2026

Nach einem Unterbruch von einem Jahr tourt der beliebte Blues Caravan von Ruf Records wieder durch Europa – und dies zum 20. Mal! Nicht gerüttelt wurde an der bewährten Struktur der Revue. Begleitet von einer versierten Rhythmusgruppe stellt sich jeder der drei beteiligten Acts mit einem Solo-Set ins Rampenlicht, bevor gemeinsam in ein rasantes Finale gestartet wird.

Chris Kramer BeatboxnBlues

Ihren Trip zur International Blues Challenge IBC in Memphis anno 2017 nutzten Chris Kramer & Beatbox’n’Blues nicht nur, um sich auf der Beale Street musikalisch mit Kollegen aus aller Welt zu messen. Die USA-Reise des Trios aus Norddeutschland wurde zu einer Pilgerfahrt auf den Spuren von Blues, Soul, Gospel, Rock’n’Roll und dem Civil Rights Movement.

 

 Pat Laemmle Born with the Blues

Am Freitag, 23. Januar 2026, erscheint mit «Born With The Blues» ein Album, welches schon früh im Jahr betreffend einheimischer Blues-Produktionen die Latte sehr hoch zu legen vermag. Pat Laemmle, bestens bekannt als Leader der Formation Pat & The Blueschargers, landet mit seinem ersten Solo-Werk gleich einen veritablen Volltreffer. In seinen abwechslungsreichen Songs verarbeitet Laemmle gekonnt Einflüsse aus den verschiedensten Sparten der Schwarzen Musik.

Jimi Prime Time Smith Its my Time

Nicht nur im Sport heisst es öfters «unter Wert klassiert», wenn ein Talent aus irgendwelchen Gründen sein vorhandenes Potential noch nicht gebührend auszuschöpfen vermochte. Obige Redewendung passt auch im vorliegenden, Blues-bezogenen Fall. Seine «unter Wert»-Situation zu ändern, hat sich Jimi «Primetime» Smith vorgenommen, und mit «It’s My Time» dürfte er seinem Ziel ein gewaltiges Stück näher kommen.

Clifton Chenier Long Live the King of ZydecoClifton_Chenier_-_Long_Live_the_King_of_Zydeco_Box.jpgClifton Chenier Long Live the King of Zydeco Book

Am 25. Juni 2025 wäre Clifton Chenier 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Grund wurde dem 1987 verstorbenen King of Zydeco in den letzten Monaten auf verschiedene Weise Tribut gezollt. Zum einen erschien auf Valcour Records das Album «A Tribute To The King Of Zydeco». Das Produzententeam Steve Berlin und Joel Savoy lotste dafür eine veritable Heerschar an Verehrern des Akkordeonisten ins Studio, um 14 Songs des Zydeco-Pioniers einzuspielen. Die bekanntesten Namen darunter: Lucinda Williams, Sonny Landreth, Jimmie Vaughan, Taj Mahal, Marcia Ball, Molly Tuttle, David Hidalgo, Jon Cleary, Geno Delafose, Los Texmaniacs, CJ Chenier, Roddie Romero, Steve Earl, Augie Meyers, John Hiatt und die Rolling Stones (Und ja, Mr. Jagger singt tatsächlich den Chenier-Klassiker «Zydeco Sont Pas Salés» auf Französisch!).

JACKTOWN USA The Capital City of American Music

Was wurde schon alles geschrieben über die Musik-Metropolen Memphis mit seinem Blues, seinem Rock’n’Roll und seinem Soul, oder über New Orleans mit seinem Jazz, seinem Rhythm’n’Blues und seinem Funk! Etwa auf halbem Weg zwischen diesen beiden Städten liegt Jackson, die Hauptstadt des Staates Mississippi, von seinen Bewohnern liebevoll «Jacktown» genannt. Dass auch diese Stadt punkto Sound und Entertainment eine ganze Menge zu bieten hatte und immer noch hat, offenbaren Kamel King und Joe Lee in ihrem kürzlich erschienenen Buch «JACKTOWN USA – The Capital City of American Music».

Erin Harpe feat. Jim Countryman Let the Mermaids Flirt with me

Mississippi John Hurt (1892 – 1966) hob sich stilistisch von allen anderen Bluesmen seines Heimatstaates ab. Im Gegensatz zu seinen Kollegen, wie etwa Charlie Patton, Tommy Johnson, Son House, Skip James oder Willie Brown, verfolgt Hurt’s Stil mit seinen Walking Alternating Bass-Strukturen und seinem melodiösen Fingerpicking eher die Piedmont Blues-Linie. Auch war sein Repertoire Songster-mässig mit Folk- Gospel- und Prä-Blues-Elementen durchsetzt. Diese spannende Musik lässt nach Rory Block («Avalon: A Tribute To Mississippi John Hurt», Stony Plain, 2013) nun auch Erin Harpe aus Boston mit «Let The Mermaids Flirt With Me» wieder aufleben.

The Colonel

Steve Cropper

Wie kaum ein anderer prägte Steve Cropper die Soulmusik der 1960er Jahre als Gitarrist, Songwriter, Arrangeur und Produzent. Anfang Dezember hat uns «The Colonel», wie er liebevoll genannt wurde, 84-jährig verlassen (21.10.1941 – 03.12.2025).

Ursprünglich im ländlichen Missouri aufgewachsen, fand der junge Steve als Teenager in Memphis seine Berufung. Und die hiess: Musik! Zu seinen Vorbildern gehörten Chets Atkins,  Chuck Berry oder Lowman Pauling. Beim aufstrebenden Stax-Label von Jim Stewart und Estelle Axton wurde er, noch keine 20 Jahre alt, zu einer Leitfigur. Als Mitglied der Studioband Booker T & The MGs, welche selbst mit der Instrumental-Nummer «Green Onions» einen Riesenhit landen konnte, begleitete Cropper die Stars der Stunde. Otis Redding, Carla Thomas, Rufus Thomas, Albert King, Sam & Dave, Wilson Pickett oder Eddie Floyd profitierten von Steve’s bodenständigem, minimalistischem, aber stets innovativem Gitarrenspiel.

Swiss Blues Challenge 2026 – Die Anmeldefrist läuft!

Swiss Blues ChallengeCH-Blues Acts aufgepasst! Auch im Jahr 2026 steht die Swiss Blues Challenge wieder allen interessierten Bands und Künstlern aus der Sparte Blues’n’Roots in unserem Land offen.

Das gut eingespielte Prozedere – detailliert einzusehen auf der Website der organisierenden Swiss Blues Society – wird auch bei der 15. Ausgabe des Wettbewerbs zum Tragen kommen.

Kurz zusammengefasst: Mit ihrer Anmeldung senden die interessierten Teilnehmer ihre Soundfiles ein. Anhand dieser Files wählt eine breit abgestützte Fachjury, bestehend aus Musikern, Veranstaltern und Medienschaffenden der Schweizer Bluesszene jene vier Finalisten aus, welche mit einem 25-minütigen Set vor Publikum und Jury ihr Können live beweisen dürfen.

Heisser Blues bei Minustemperaturen!

Out of the Blues Samedan

 

 

Auch dieses Jahr wird die Schweizer Bluesfestival-Saison wieder im Engadin eingeläutet. Out Of The Blue’s in Samedan lockt mit zwei abwechslungsreichen europäischen Konzertabenden.

Mit dem Gitarristen Francesco Garolfi eröffnet ein Hansdampf in allen musikalischen Gassen die Freitagnacht. In den verschiedensten Genres zuhause, machte sich der Italiener zudem einen Namen als Komponist und Produzent von Filmmusik. Breiti & The Big Easy Gators um den Pianisten Daniel Breitenstein tauchen dann tief in die Musik Louisianas ein. Als Gastsängerin wird ihnen dabei die ausdrucksstarke Gemma Abrié aus Barcelona zur Seite stehen. Ebenso stimmgewaltig, und erst noch mit beachtlichen Gitarren-Chops ausgestattet, wird sich schliesslich die Award-gekrönte Bex Marshall (UK) in Szene setzen.

Bluusclub Baden

Am letzten Donnerstag eines jeden Monats heisst der Bluusclub sein Publikum jeweils  Willkommen! Von Januar bis April 2026 darf in Baden wieder spannenden Blue Notes gelauscht werden.

Den Januar-Slot vom 29. Januar 2026 belegt die Little Chevy Band. Das Nordwestschweizer Quintett um die charmante Sängerin Evelyne Péquignot frönt einem erfrischenden Mix aus diversen Americana-Spielarten. In ihrem Repertoire hat es Platz für Blues, Country, Folk, Swing, Cajun oder Rock’n’Roll: Alles dargeboten auf originelle, eigenständige Weise.

Blues Basel

Das Blues Festival Basel zieht nach langen Jahren im Saal des Volkshaus Basel in die Clubatmosphäre des altehrwürdigen Atlantis um. Mehrheitlich preisgekröntes, eidgenössisches Blues-Schaffen bestimmt das heurige Programm.

Dem Nachwuchs gehört der erste Konzertabend am Mittwoch. An der Promo Blues Night dürfen sich drei interessierte Acts aus der Region Nordwestschweiz/Elsass/Südbaden mit einem kurzen Set live auf der Bühne präsentieren. Dem von einer Jury ausgewählten Sieger winkt die Teilnahme am Hauptprogramm des Basler Bluesfestivals 2027.

Wenn wir schon vom Gewinnen sprechen: Der Donnerstag bietet zwei Formationen, die beide schon auf dem Schweizer Blues-Olymp standen: Die Eve Gallagher Band siegte an der Swiss Blues Challenge 2025, Mark Slate & Rotosphere gelang dieser Erfolg ein Jahr zuvor. Bei beiden Bands stehen charismatische Frontleute im Mittelpunkt, welche von einer musikalisch hochstehenden Truppe getragen werden. Die ursprünglich aus Grossbritannien stammende Sängerin Eve Gallagher vermischt gekonnt Soul und Blues, während Mark Slate alias Marko Schiefer Rock-Einflüsse à  la Joe Cocker zu verarbeiten weiss.

Auch Manu Hartmann schwang 2018 bei der Swiss Blues Challenge obenaus und ersang sich im Jahr darauf bei der International Blues Challenge IBC in Memphis sogar die Halbfinal-Teilnahme. Die Baselbieter Sängerin plant, am Festival-Freitag ihr brandneues Album vorzustellen. Den Abend für sie eröffnen wird mit dem 19-jährigen Gitarristen Ronny Rast der Shooting Star der Schweizer Szene.

Vanesa Harbek, in Deutschland lebende Queen of Latin Blues, wird für das  Schlussbouquet des Festivals besorgt sein. Nach ihrem offiziellen Set wird die argentinische Gitarristin und Sängerin zudem die nachfolgende Jam Session anführen. Dieser wird gleich eine veritable Geburtstagsparty eingegliedert: Der Ausnahme-Schlagzeuger Cosimo Lampis (Brainticket, Toad, Bo  Katzmann Band, David Bowie, Peter Green, Conjunto Folklorico) begeht sein 80. Wiegenfest auf der Bühne!

Details zu Tickets, Spielzeiten, etc. unter www.bluesbasel.ch

Hartmann & Sutter, Sternen Rüti ZH, 20.11.2025

Hartmann SutterDie gemütliche Kulturbeiz Sternen im zürcherischen Rüti bewies sich als der ideale Schauplatz für eines der seltenen Schweizer Konzerte des Mundharmonika-Maestros Jan Hartmann. Zusammen mit dem Gitarristen Ben Sutter ergründete Hartmann vor ausverkauftem Haus die Finessen des Acoustic Blues.

Anno 2013 Gewinner der Swiss Blues Challenge mit seiner Band «The Bacon Fats», hat Hartmann heute seinen Lebensmittelpunkt in Portugal gefunden. Und über die Jahre stets interessiert an den verschiedensten musikalischen Genres, sucht Hartmann mittlerweile wieder verstärkt nach den Wurzeln des Blues. Abgespeckt, nur mit Hartmann’s diversen Bluesharps, mit Ben Sutter’s akustischen Gitarren sowie den beiden Stimmen, gelang es dem das Duo, sein Publikum mit auf eine faszinierende Reise durch mehr als 100 Jahre Roots Music-Geschichte zu nehmen.

Duwayne Burnside Red Rooster

Äusserst produktiv zeigt sich dieser Tage die Burnside Family. Haben erst kürzlich Garry und Kent Burnside ihre jeweiligen Soloalben vorgestellt, folgt ihnen nun ihr Bruder und Onkel Duwayne Burnside. Musikalisch gross geworden im hypnotischen Mississippi Hill Country Blues von Stammvater R.L. Burnside (1926 – 2005), nimmt auch Duwayne jenen rauen Sound als Grundlage für sein Schaffen.

Mark Cameron Blues Factory

Minnesota ist die Heimat von Mark Cameron. Das neunte Album des Gitarristen, Sängers und Songwriters und seiner eingespielten Truppe gefällt dank seiner Vielseitigkeit, Originalität und Tiefe. Die Basis ihres Sounds bildet klassischer Electric Blues. Doch sind sich Mark & Co nicht zu schade, melodiöse Elemente aus Pop, Soul und Rock einzubauen. Der Titelsong «Blues Factory» wartet gar folk-mässig mit Querflöte und akustischem Gitarrenintro auf.

Steve Howell Fats Kaplin Know You from Old

Was auf den ersten Blick wie eine Lehrstunde in amerikanischer Musikgeschichte erscheint, entpuppt sich beim intensiveren Anhören als eine enorm charmante Produktion, fern jeder Museumsromantik. Steve Howell und Fats Kaplin erwecken mit Herzblut und Augenzwinkern eine faszinierende Palette an Old Timey Sounds zum Leben, die von Spirituals, Ragtime und frühem Blues bis zu String Band Music, zu den Anfängen des Jazz oder zu Balladen, deren Wurzeln Jahrhunderte zurück nach England oder Schottland liegen, reicht.

Dave Keyes Two Trains

Dave Keyes ist seit Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil der blühenden Blues’n’Roots-Szene von New York City und Umgebung. Als gefeierter Solo-Künstler, aber auch querbeet von Popa Chubby, Ronnie Spector, Sleepy LaBeef und Bo Diddley bis zu Marie Knight oder zu Broadway-Produktionen, hat der versierte Keyboarder in Blues, Rock, R’n’B und Gospel seine Spuren hinterlassen. Kein Unbekannter ist Keyes auch hierzulande, trat er doch schon mehrmals solo und als Begleitmusiker für diverse Künstler am Blues To Bop Festival in Lugano auf.

Sean McDonald Have Mercy

Federführend im Club der jungen und talentierten afroamerikanischen Bluesmusiker ist Sean «Mack» McDonald. Sein mit Spannung erwartetes Debutalbum erfüllt die grossen Erwartungen, die in den 24-Jährigen aus Augusta, Georgia, gesetzt wurden. Mitverantwortlich für die Frische und die Klasse von «Have Mercy!» zeichnet kein Geringerer als «Kid» Andersen, der sein Greaseland Studio und seine Produzenten-Fähigkeiten in die  Waagschale warf, um dem Youngster den Weg zu bereiten.

Kyle Rowland Not Holding Back

Kyle Rowland? Der Name dürfte auch eingefleischten Bluesfans nicht unbedingt geläufig sein. Das Umfeld, welches ihn trägt, hingegen schon. Z.B. Rick Estrin, Co-Produzent dieser Scheibe, war schon von Rowland’s Harmonica-Sound angetan, als dieser – erst 10-jährig – zu ihm in den Unterricht kam. Und Jim Pugh, einst Keyboarder bei Robert Cray, hat dafür gesorgt, dass dieses Album bei seiner Little Village Foundation Unterschlupf fand und daselbst veröffentlicht wurde.

Solomon Cole Aint got Time to Die

Solomon Cole verkündet auf seinem Plattencover, dass er keine Zeit habe, um zu sterben. Verständlich, soll er doch erstmal in vollen Zügen den Erfolg seiner eindrücklichen Solo-Scheibe auskosten. Denn diese hat es in sich! Solomon Cole ist in Neuseeland zu Hause - seine Musik jedoch wurzelt tief  im amerikanischen Süden. In den Baumwollfeldern von Mississippi, in den Bayous von Louisiana, in den Kirchen Alabamas.

Mavis Staples Sad And Beautiful World

Die Grand Old Lady des Rhythm’n’Gospel meldet sich mit einem weiteren Meisterwerk zurück. Was für eine Stimme, was für eine Präsenz! Auch im stolzen Alter von 86 Lenzen kommt es Mavis Staples nicht in den Sinn, ihre Augen vor allen Widrigkeiten der heutigen Zeit verschlossen zu halten. Und allem zum Trotz ist ihre Message immer noch Hoffnung, Liebe, Besinnlichkeit, Glaube und Verständnis. Ihre Waffe ist die Kraft der Musik.

Kim Wilson Slow Burn

Harmonica Maestro Kim Wilson verlässt für einmal wieder die Fabulous Thunderbirds-Pfade und offeriert ein Dutzend Aufnahmen aus seinem Archiv, welche er zwischen 2014 und 2020 mit diversen Freunden eingespielt hat. Dass drei von ihnen, Larry Taylor, Richard Innes und Barrelhouse Chuck heute nicht mehr unter uns weilen, mag einer der Gründe sein, wieso sich Wilson entschlossen hat, als bittersüsse Erinnerung an diese stilprägenden Musiker diese Aufnahmen zu veröffentlichen. Ein anderer Grund wird sein: Die Songs sind einfach zu gut geraten, um irgendwo im Regal zu verstauben.

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16Jan
Fr 16 Jan, 2026
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Philipp Fankhauser

16Jan
16Jan
Fr 16 Jan, 2026
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Soul Circus @Out of the Blues Samedan

16Jan
17Jan
Sa 17 Jan, 2026
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The Delta Magpie

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17Jan
Sa 17 Jan, 2026
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Purple Lights

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