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LarissaBaumannGottaBreakFreeCDCoverGut Ding will Weile haben so sagt es der Volksmund. Larissa Baumann hat sich für ihr erstes Soloalbum Zeit gelassen. Mit «Gotta Break Free» demonstriert sie nun mit 8 abwechslungsreichen Songs ihr Talent und ihre Vielseitigkeit als Sängerin. Dabei ist sie schon seit zehn Jahren erfolgreich im Geschäft, nachdem sie 2010 mit Jeff Turner als Special Guest auf Tour war und seither bei dessen alljährlicher Christmas Tour dabei ist. 2015 gründete sie ihre eigene Band. Es hätte also längst gereicht für ein Debütalbum. Aber die Thurgauer Sängerin hat hohe Ansprüche, vor allem an sich selbst. Es musste alles stimmen. Die Geduld hat sich gelohnt, es ist Sehr Gut Ding geworden, um im Bild zu bleiben.

 

Die 31-jährige Sängerin und Pianistin spielte als Jugendliche Gitarre und Schlagzeug, entdeckte später ihre Liebe zum Piano und Gesang, studierte an der pädagogischen Hochschule in St. Gallen und konzentrierte sich auf Jazz, Blues und Soul. Sie trat mit nationalen und internationalen Künstlern aus verschiedenen musikalischen Richtungen auf, erweiterte damit ihren musikalischen Horizont und sammelte Bühnenerfahrung. Mit ihrer Band begeisterte sie in den letzten fünf Jahren an vielen Konzerten und Festivals ihr Publikum. Nun war die Zeit reif für das Debütalbum.

Pech für die Künstlerin: Geplant war die Albumveröffentlichung für den 7. März mit anschliessender «Gotta Break Free-Tour» mit Terminen bis in den Juni. Leider ist alles anders gekommen. Nachdem als Folge der Anti-Corona Massnahmen das kulturelle Leben in der Schweiz praktisch vollständig zum Erliegen kam, fielen alle Termine von einem Tag auf den anderen ins Wasser. Wann sie wiederholt werden, kann zurzeit nicht gesagt werden.

Zusammen mit ihrem Pianisten Angelo Signore, der das Album auch arrangierte und produzierte, schrieb sie sechs der acht Songs, bei zwei Songs hatte der Gitarrist Giampiero Colombo die Hände im Spiel, bei einem davon stammen Text und Musik allein von ihm. Die einzige Coverversion ist die Ballade When I Close My Eyes von Stuart Emerson.

Larissa Baumann ist mit einer ausdrucksvollen, jazzigen Stimme Stimme gesegnet, die in jedem der acht Songs überzeugt. Unterstützt wird sie von einer gut aufgelegten Band, alles klingt wie aus einem Guss. Stilistisch bewegen sich die Songs im Blues, Soul und Jazz. Dabei bringen sie frischen Wind in die Genres, ohne Konzessionen an den Mainstream, aber durchaus «radiotauglich». Ein gelungener Spagat.

Das Album startet mit New Chapter einem groovenden Shuffle, gefolgt von einem sehr entspannten One Night Too Many, einem Song über den Umgang des Scheiterns einer Beziehung. Melancholisch kommt I Will Keep Going daher, der Song regt zum Träumen an. Im titelgebenden Gotta Break Free dreht die Band richtig auf und gibt den passenden Drive für einen Aufbruch, der im Song thematisiert wird. Dann wird es wieder ruhig und verträumt mit When I Close My Eyes. Wunderbar gespielt und gesungen. Gänsehaut garantiert. Time To Shine holt einem dann wieder mit einem druckvollen Ohrwurm zurück aus den träumen. Wieder wird es ruhig mit dem Slowblues What Am I Doing Here? So klang es im Jazzkeller zu der Zeit, als dort noch geraucht wurde. Dann schliesst das Album schon mit A Friend Till The End. Ich hätte gerne noch ein paar Titel gehört.

Das Album ist die Visitenkarte einer Sängerin, von der wir noch viel hören werden. Für ein Müschterli hat es weiter unten einen Link zu einem Video.

Larissa Baumann – Gotta Break Free (2020)

LarissaBaumannGottaBreakFreeCDCover

 

 

 

 

 

 

 

  1. New Chapter
  2. One Night Too Many
  3. I Will Keep Going
  4. Gotta Break Free
  5. When I Close My Eyes
  6. Time To Shine
  7. What Am I Doing Here
  8. A Friend 'Til The End

Gesang: Larissa Baumann
Piano: Angelo Signore
Gitarre: Giampiero Colombo
Bass: Lisa Scannell
Schlagzeug: Hannes Würgler
Hintergrundgesang: Mitcho Baumann
Saxophon: Dave Feusi
Trompete: Bernhard «Schugi» Schoch

Website Larissa Baumann

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