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Der Multi-Instrumentalist Gerry Hundt aus Chicago ist ein musikalischer Tausendsassa. Sein neues Album startet er mit dem erquickenden Surf-Song «Pimenta», um gleich anschliessend mit «Caught In The Middle» im Stil von Elmore James oder Li’l Ed Williams gehörig Dampf zu geben. Es folgt knochentrockener Rock’n’Roll à la Chuck Berry («Pretty Baby»), abgelöst vom «Kid Man Blues», den er Old School-mässig mit Mandoline und Bluesharp aufsetzt. «Ruby Doobie» dann hat einen Rockabilly-Boogie-Charakter und bezieht neben der Lead-Harmonica gleich noch eine Bass-Harmonica mit ein.

«Running Wild», ursprünglich von Eddie C. Campbell, schliesst nahtlos an die unvergessenen Instrumentals eines Freddie King an. «I’m Gone» tendiert leicht ins Funkige, während der von Tampa Red geschriebene «Rambler’s Blues» Erinnerungen an den legendären Blues-Mandolinisten Johnny Young aufkommen lässt. «Strange Things Happening» schliesslich ist musikalisch ein Kind der «Rollin’ and Tumblin’»-Familie. Das Album endet mit dem langsamen «End Of The Day Blues», dessen mit Wah-Wah unterlegte Slidegitarre auf herrliche Weise Earl Hooker hochleben lässt.

Allen Songs ist eigen, dass sie vor Spielfreude nur so sprühen. Dazu tragen nebst dem in der Chicago-Szene bestens verwurzelten Gerry Hundt (Corey Dennison Band, The Dig 3, Nick Moss & The Flip Tops) auch seine europäische Rhythmus-Section Renaud Lesire (Belgien) und Tom Lehnert (Luxemburg) wesentlich bei. Da stimmt die Chemie!

Gerry Hundt (voc, g, mand, harm), Renaud Lesire (b, voc, harm), Tom Lehnert (dr)

(Digital, www.gerryhundt.com)