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31. Lucerne Blues Festival 07. – 15.11.2026

Roomful Of Blues, Janiva Magness, Harrell «Young Rell» Davenport, Eugene «Hideaway» Bridges, Johnny Sansone, The Silent Partners, Justina Lee Brown, Johnny Moeller – ein musikalischer Leckerbissen nach dem anderen wird dieses Jahr die Bühne des Lucerne Blues Festivals entern.

Das bewährte Konzept mit drei Konzertabenden und drei Blues Brunchs kommt auch 2026 wieder zum Tragen. Und nicht zu vergessen: Mit freiem Eintritt locken der Eröffnungsabend am Samstag, 07.11. im Schweizerhof mit The Silent Partners und die Late Night Show am Mittwoch, 11.11. im Casineum mit Janiva Magness.  

Besagte Janiva Magness war 2009 die zweite Frau nach Koko Taylor, die von der Blues Foundation den begehrten Entertainer Of The Year Award in Empfang nehmen durfte. Mittlerweile sind weitere 6 Blues Awards dazugekommen. 17 Alben zieren das Palmarès der ausdrucksstarken Sängerin/Songwriterin. Zudem veröffentlichte Janiva Magness anno 2019 ihre spannende Autobiografie «Weeds Like Us».

Eugene «Hideaway» Bridges’ Vater trat als Gitarrist unter dem Namen «Hideaway Slim» auf, seine Mutter war die Cousine von Annie Mae Bullock alias Tina Turner. Der junge Eugene startete mit Gospel seine Karriere, war sogar einst Mitglied bei den Mighty Clouds Of Joy, bevor er in Grossbritannien dank einem Plattenvertrag mit seinem Texas-Blues reüssieren konnte.

Mehr Erfahrung geht kaum: Tony Coleman schlug die Felle für Otis Clay, Bobby Bland, Koko Taylor, Albert King und über 25 Jahre für B.B. King. Zusammen mit dem Bassisten Russell Jackson, ebenfalls mit Otis Clay- und B.B. King-Vergangenheit sowie dem Gitarristen Jonathan Ellison, einst Bandleader bei Denise LaSalle, begeistert das Trio unter dem Namen The Silent Partners regelmässig sein Publikum auf den Blues Cruises und an Festivals.

Über mangelnden Zuspruch an seinen Shows kann sich auch der Wahl-New Orleanser Johnny Sansone nicht beklagen. Einst von Jimmy Reed und Howlin’ Wolf inspiriert, pflegt der Multi-Instrumentalist heute ein Louisiana-Repertoire, welches Einflüsse aus Cajun, Zydeco und Soul beinhaltet.

Eine Rückkehr nach Luzern wird es für Harrell Davenport geben. Vor zwei Jahren als 17-Jähriger verblüffte «Young Rell» die versammelte Schweizer Bluesgemeinde mit einem für sein Alter äusserst reifen Auftritt. Dieser Tage ist nun auf dem Little Village Label sein Debutalbum erschienen, welches den Vorschlusslorbeeren mehr als gerecht wurde.

Nicht fehlen in Luzern darf jeweils eine deftige Portion Texas Blues. Angesagt sind heuer Paul Size und Johnny Moeller mit «The Return of the Return of the Funky Worm», bei welchem sie ihr Projekt von 1996 wieder aufleben lassen. Zudem wird Mike Barfield – The Tyrant of Texas Funk – zusammen mit diversen  Friends (darunter ebenfalls Johnny Moeller und Paul Size) einen der Programm-Slots belegen.

Sonny Green aus Los Angeles (Jahrgang 1941) ist ein Soulster nach altem Schrot und Korn. Seine Singles von Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre sind heute gesuchte Collector’s Items, sein 2020 bei Kid Andersen in dessen Greaseland Studio aufgenommenes Album «Found! One Soul Singer» erntete durchwegs begeisterte Kritiken. Ein «e» mehr im Namen, dafür viele Jahre weniger auf dem Buckel hat Les Greene. Der Youngster zählt zur Generation, die den Blues im 21. Jahrhundert neu und aufregend gestalten.

Roomful Of Blues sind ein Phänomen. Vor etwa 60 Jahren in Rhode Island auf die Beine gestellt, haben bis anhin rund 60 Musiker die Band durchlaufen. Darunter so klangvolle Namen wie die beiden Gründer Duke Robillard und Al Copley, ferner Ronnie Earl, Curtis Salgado, Lou Ann Barton, Ron Levy, Sugar Ray Norcia oder Phil Pemberton. Seit 1970 mit einem permanenten Bläsersatz gesegnet – von dem der Saxophonist Rich Lataille immer noch an Bord ist – wird die Truppe heute vom Gitarristen Chris Vachon geleitet und verfügt mit D.D. Bastos zum ersten Mal in ihrer Bandgeschichte über eine weibliche Stimme am Mikrofon. Was immer Bestand hatte durch die Jahre, ist die hohe musikalische Qualität, die Roomful Of Blues mit ihrem swingenden Jump Blues an den Tag zu legen verstehen.

Gleich zwei afrikanische Sängerinnen, die in Europa ihr musikalisches Glück gesucht und gefunden haben, werden im Casineum auftreten. Adama Janlo aus Gambia, heute in Norwegen zu Hause, gewann mit ihrer Band diesen Frühling die European Blues Challenge EBC. Hierzulande kaum mehr vorzustellen braucht man die in Nigeria geborene Justina Lee Brown. Die Swiss Blues Challenge-Siegerin von 2019 belegte an der EBC 2022 den zweiten Rang, erreichte an der International Blues Challenge 2020 das Halbfinale und erhielt zwei Swiss Blues Awards verliehen.

Den genauen Spielplan und andere wichtige Faktoren zum Event entnehmen wir der Website www.bluesfestival.ch