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Musik

Delta Moon - Low Down

Aus einem Guss

Am 5. Mai erscheint das Album Low Down der US-Amerikanischen Band Delta Moon. Anlässlich dieser dritten CD-Veröffentlichung war es eine gute Gelegenheit, ein gehöriges Ohr voll vom Blues dieser Band zu nehmen, die einen ganz eigenen Sound haben, der fasziniert und eingängig ist wie selten bei einer Band. Der Sound von Delta Moon ist deshalb einzigartig, weil die Instrumentenkombination Schlagzeug/Bass/Slide Gitarren ungewöhnlich erscheint. Allerdings sind sehr selten Slide-Spieler zu hören, sie mit so viel Geschmack die Saiten streicheln. Kommt eine Rhythm Section hinzu, die auch komplexe Synkopen perfekt spielt und so geht jeder Titel in die Beine, dass es eine Freude ist. Oder mit anderen Worten: dieses Quartet «fäggt» einfach.

Die grosse Kunst von Delta Moon ist es, stets den Gesamtsound im Auge zu behalten, so sind die Slide-Spieler Tom Gray und Mark Johnson Meister des Understatement. Tom Gray spielt zwischendurch zudem Keyboards und Blues-Harp. Bassist Franher Joseph und ein neuer Schlagzeuger Vic Staff komplettieren das Quartet, das trotz neuer Zusammensetzung so klingt wie ein bestens eingespieltes Ensemble. Die Songs sind Einheiten, in denen alle Teile zusammenpassen. Selbst ein längeres Gitarrensolo wie auf Nothing Can Tell a Fool dauert nicht länger als 36 Takte und passt perfekt zum Song, der neben Bass und Schlagzeug sonst nur mit einem einfachen und eingängigen Riff instrumentiert ist.

Tom Gray ist auch Songwriter der Band und neun der Titel stammen von ihm. Bei zwei Titeln gibt es gemeinsame Songwriting Credits für Johnson und Joseph. Das Duzend voll manchen drei Cover: Hard Time Killing Floor ist ein wohlbekannter Evergreen von Skip James, Lowdownist ein Titel von Tom Waits (als Song in einem Wort geschrieben, als Albumtitel in zwei). Down in the Flood wurde ursprünglich, d.h. 1967 von Bob Dylan und The Band eingespielt und 1975 als eines der Basement Tapes veröffentlicht. Derek Trucks hat den Song auf Already Free ebenfalls gespielt, die Version von Delta Moon muss sich anlässlich der grossen Konkurrenz aber in keiner Hinsicht verstecken.

Die Covers sind gut, aber die wahren Perlen der insgesamt ausgesprochen stimmigen du einheitlichen CD sind die eigenen Titel. Open all Night hat einen hypnotischen Rhythmus, Jacky Ray groovt enorm und bei Nothing Can Tell a Fool kommt ein weiterer Aspekt des Songwritings hinzu: die grossartigen Texte. Dies sind zeitlose Blues-Texte die von den Themen berichten, die den Blues ausmachen und entsprechend könnten auch die aktuellen Titel alte Covers von unbekannten Songs sein. Das Album fügt sich nahtlos in die grosse Blues-Tradition ein.

Zusammenfassend ist dies eines der eingängigsten Alben, die ich seit langem zu hören kriegte, ausgezeichnete Musik, bei der jedes Stück seinen eigenen Charme hat und die Instrumentierung dezent und geschmackvoll ist, aber zugleich roh und ursprünglich bleibt. Wirklich ein Album aus einem Guss. Die CD ist auf der Website der Band für US$ 12,99 erhältlich oder auf den herkömmlichen Kanälen.

Delta MoonLow Down (2015)

Tom Gray- Lead vocals, lap steel, guitar, keyboards, harmonica
Mark Johnson - Guitar, backing vocals
Franher Joseph - Bass, backing vocals
Vic Staff - Drums, percussion

Anna Kramer - Backing vocals, Tracks 1, 10 und 12.
Francine Reed - Backing vocals, Tracks 1, 3 und 6
 

1. Wrong Side of Town 3:56
2. Afterglow 3:54
3. Nothing You Can Tell a Fool 3:44
4. Mean Streak 5:27
5. Lowdown 3:54
6. Down in the Flood (Crash on the Levee) 4:15
7. Open All Night 2:26
8. Spark in the Dark 3:22
9. Hard Times Killing Floor Blues 4:00
10. Mayfly 3:14
11. Jelly Roll 3:00
12. Jacky Ray 3:57