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Marco Piazzalonga

Sugaray Rayford Sings Otis Redding Groove Now Blues Weeks Basel 11.06.2026

Ein ausverkauftes Antikenmuseum erlebte « The Next Best Thing» zu einem Otis Redding-Konzert knapp 60 Jahre nach dem viel zu frühen Tod der Soul-Ikone. Sugar Ray Rayford und eine Band von hand-gepickten, ausgefuchsten Musikern luden zusammen mit Groove Now zu einem Abend ganz im Zeichen des am 10. Dezember 1967 verunglückten Sängers aus Macon, Georgia.

Kaum jemand könnte besser geeignet sein, Otis Redding die Ehre zu erweisen, als Sugaray Rayford. Mit seiner Stimme, Seele, Lebenslust, Spielfreude, mit Charme, Schalk und einer Bühnenpräsenz sondergleichen gelang Rayford schon im Opener «Can’t Turn You Loose» das Kunststück, sein Publikum zu einer Standing Ovation zu pushen. Massgebend dabei natürlich auch seine hervorragende All Star-Truppe, bestehend aus Jimmy Carpenter (sax), Richard Watts (tp), Alberto Marsico (keys), Mike Zito (g), Albert Castiglia (g), Willy Barber (b) und Jimi Bott (dr). Schlag auf Schlag folgten lebendig und äusserst kompetent inszenierte Klassiker aus dem faszinierenden Otis Redding-Songbook: «Pain In My Heart», «Sitting On The Dock Of The Bay», «Mr. Pitiful», «These Arms Of Mine» – gesungen von Jimmy Carpenter, «Try A Little Tenderness», «Satisfaction», «Dreams To Remember» – gesungen von Albert Castiglia, «Shake», «I’ve Been Loving You Too Long» und «Knock On Wood» liessen das goldene Zeitalter von Stax Records und Memphis Soul wiederaufleben.

Ohne eine Reprise von «Can’t Turn You Loose» wollte das begeisterte Publikum die Musiker, die sichtbar Spass an der Sache hatten, nicht gehen lassen. Und als Zückerchen intonierte Sugaray Rayford schliesslich zusammen mit dem nicht unbegabten Zuschauerchor a Capella nochmals «Dock Of The Bay». 

www.groovenow.ch

Marco Piazzalonga

Fabio Lafranchi Magic Blues Festival erhält Bluebird Award verliehen

Unsere herzlichsten Gratulationen an Fabio Lafranchi! Der Co-Founder und Leiter des Vallemaggia Magic Blues Festivals durfte im deutschen Weinheim den Bluebird Award 2026 in Empfang nehmen. Lafranchi zählt damit neu zu den sogenannten «Outstanding Blue People», ausgezeichnet für seinen Beitrag zur künstlerischen und sozio-kulturellen Szene. Sein Magic Blues Festival im Tessin, welches er anno 2002 zusammen mit dem leider verstorbenen Hannes Anrig auf die Beine stellte, hat sich über die Jahre zu einem auch über unsere Landesgrenzen bekannten und beliebten Event entwickelt. Das Magic Blues Festival bietet jedes Jahr eine beeindruckende Plattform für spannende nationale und internationale Acts im Dreieck Blues – Rock – Soul. Unter dem Motto «Back To The Roots» findet das Magic Blues Festival heuer vom 10.07. – 06.08.2026 statt und bietet neun Nächte mit heissem Sound.

www.magicblues.ch

Marco Piazzalonga

Baden Blues 2026

Das Blues Festival Baden darf sich bei Petrus bedanken. Durchgehend feinstes Sommerwetter trug neben dem Musikalischen massgeblich dazu bei, dass 2026 als Spitzenjahrgang in die Annalen dieses Events eingehen wird.

Mit einem Paukenschlag starteten die Konzerte auf dem Theaterplatz. Angesagt: Zwei eng befreundete Bands – die Cinelli Brothers und Freddie & The Cannonballs. Der Effekt: eine Blues-Party, die seinesgleichen suchen musste. Lanciert wurde der Abend von den Cannonballs, die neben R’n’B-Ohrwürmern diverse Songs ihres neuen Albums «Cannonballing!» vorstellten. Spätestens, als das Tessiner Sextett dann Marco Cinelli an der Gitarre und Tom JJ an der Harp für ein rauschendes «Too Tired» von Johnny Guitar Watson auf die Bühne baten, ging die Post ab. Der Teppich war ausgerollt für eine der herausragendsten Live-Bands diesseits des Atlantiks. Die Cinelli Brothers – Marco Cinelli (voc, g, org), Alessandro Cinelli (voc, dr, perc, b), Tom JJ (voc, harm, g) und Jorma (voc, b, g) – verstanden es, Baden zu einem umjubelten Heimspiel zu machen. Da blitzten alle Qualitäten auf, die es live braucht. Lockerheit, Spielfreude, Bühnenpräsenz, Dynamik, Originalität und eine Portion Frechheit – gepaart mit Professionalität, hohem musikalischen Können und einem totalen Feeling für Blues’n’Roots. Und was die Cinelli Brothers von vielen Bluesbands abhebt, ist einerseits ihr brillanter, clever arrangierter Gesang, andererseits ihre Vielseitigkeit. Jeder der vier Musiker beherrscht mehrere Instrumente, was ständig zu spannenden Momenten führt. Gemeinsam krönten die Cinellis und die Cannonballs die Show mit dem Song «Dancing Shoes», welchen sie kürzlich zusammen eingespielt und veröffentlicht haben. Diesem liessen sie gleich noch ein rasantes «Hey Joe» folgen.

Die Swiss Blues Challenge fand in diesem Jahr ebenfalls beim Badener Festival Unterschlupf. Dime Blend, Amaury Faivre, Golden Vultures und Ronny Rast bewiesen ihr beachtliches Live-Potential vor Publikum und Jury. Ersteres genoss sichtlich das hohe Niveau des Gebotenen, Letztere bewertete den Auftritt des jungen Gitarren-Talents Ronny Rast am höchsten. Rast wird daher nächstes Jahr unser Land international an den Blues Challenges vertreten. Abgerundet wurde der Wettbewerb von der letztjährigen Siegerformation: Die Eve Gallagher Band bewies mit ihrem inspirierten Auftritt spektakulär, wieso sie sich kürzlich im polnischen Krakow für den Final der European Blues Challenge qualifiziert hatte.

In hervorragender Verfassung präsentierten sich Justina Lee Brown und ihre einfühlsame Band. Die afrikanische Melodik und Rhythmik ihres letzten Albums «Echoes Of Home» bestimmten den Set und zeigten auf faszinierende Weise die Wurzeln der nigerianisch-stämmigen Sängerin. Dazu setzt sich Justina in ihren Lyrics mit deutlichen Worten für eine bessere Welt ein. Ihr Auftritt gipfelte in einer gehörig in die Beine fahrenden Version ihres Showstoppers «One Love Africa».

Ihren verstorbenen Vätern Greg, B.B. und Luther alle Ehre erwiesen Devon Allman, Claudette King und Bernard Allison. Als Devon Allman’s Blues Summit angepriesen, entführte die Truppe ihr begeistertes Publikum tief in die amerikanischen Südstaaten. Der kraftvolle Blues, Soul und Southern Rock, dargeboten von Künstlern, die ihr Handwerk quasi mit der Muttermilch eingeflösst bekommen haben, überzeugte auf der ganzen Linie. Neben fein aufgesetzten Klassikern wie «The Thrill Is Gone» (von Claudette) sowie «Going Down» und «Dust My Broom» (von Bernard), prägten bekannte Perlen aus dem Allman Brothers Songbook die abwechslungsreiche Setlist. «One Way Out», «Melissa», «Dreams» oder «Midnight Rider» durften in neuem Gewand wiederaufleben. Fesselnd dabei die Tatsache, dass Devon Allman nicht nur seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten gleicht – auch die charakteristische Klangfarbe seiner Stimme entspricht exakt jener des jungen Greg.

Nicht vergessen zu erwähnen wollen wir den charmanten Auftritt (inklusive Plattentaufe) der Badener Blues Kidz. Dieses Förderprogramm interessierter junger Talente überzeugte auch dieses Jahr dank der Frische und der Spielfreude der Youngsters.

www.bluesfestival-baden.ch

Marco Piazzalonga

Summerblues Basel Freitag 26.06.2026

Das grösste Open Air Bluesfestival der Schweiz – S Glaibasler Bluesfescht – geht in seine 17. Runde. Während in Basel am 26.06. links des Rheins anlässlich des Eidgenössischen Jodlerfests einheimischen Klängen gehuldigt wird, tönt es auf der anderen Seite des Flusses verdächtig nach Mississippi, Chicago, Memphis oder New Orleans.

Auf sechs Hauptbühnen, vier Blues Uff Dr Gass-Bühnen, bei Blues’n’Dine auf der Rheinterrasse des East West Hotels und auf dem Schiff MS Rhystärn werden – wie gewohnt bei Gratiseintritt – total 28 Acts zwischen 18:00 und 00:30 ihren Blues zelebrieren.

An internationalen Künstlern werden dieses Jahr erwartet: Die durch den Blues Caravan von Ruf Records bekannt gewordene kroatische Gitarristin Vanja Sky, die norwegische Powerhouse-Vokalistin Stina Stenerud & Her Soul Replacement, der britisch-norwegische Saitenzauberer Krissy Matthews, die österreichische Roots-Legende «Sir» Oliver Mally und seine Group featuring Peter Schneider, The Half Nelsons aus Spanien und Peerplex aus Deutschland.

Der Summerblues ist auch jedes Mal ein Schaufenster der florierenden einheimischen Szene. Da begrüssen wir heuer z.B. die vier Swiss Blues Award Träger Larissa Baumann, Walter Baumgartner, The Delta Magpie und Philipp «Bluedög» Gerber, dazu den Swiss Blues Challenge Gewinner von 2016 Pascal Geiser, die Lokalmatadoren der Little Chevy Band sowie die Routiniers Breiti & The Big Easy Gators.

Zu den aufstrebenden CH-Formationen gehören Crushice, die Alpine Blues Birds, Blufonik, Tower Of Soul, die Crossover Blues Band, die Mike Eric Blues Band, Bead Clean oder auch Groovetones’n’Backbones. Blues Uff Dr Gass bieten Deuces Wild, The Mojo Professors, Malenco, Johnny & Reg und The Terrible Two. Pink Pedrazzi & Mike Bischoff unterhalten bei Blues’n’Dine, Sol Bolanos auf dem Schiff.

www.summerblues.ch gibt weitere Auskünfte!

Marco Piazzalonga

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Eine erfreulich hohe musikalische Qualität bestimmte die 15. Ausgabe der Swiss Blues Challenge, die am 26.05.2026 im Rahmen des Blues Festival Baden ausgetragen wurde.

24 Bands und Solo-Acts bewarben sich dieses Jahr um die Teilnahme am Finale, vier davon schafften es in die Endausmarchung. Anhand eines 25-minütigen Sets vor Jury und Publikum konnten Dime Blend, Amaury Faivre, The Golden Vultures und Ronny Rast ihr Können unter Beweis stellen. Bewertet wurden neben den gesanglichen und instrumentalen Fähigkeiten der Musiker die Bühnenpräsenz, die Originalität und nicht zuletzt der Blues Content des Gebotenen.

«First Place: Ronny Rast» lautete schliesslich das Verdikt der Jury. Der brillante, blutjunge Gitarrist aus der Innerschweiz überzeugte mit einem dynamischen und inspirierten Auftritt. Wir gratulieren herzlich!

Ronny Rast wird unser Land 2027 an der European Blues Challenge in Portugal (obligatorisch) und der International Blues Challenge in Memphis (fakultativ) vertreten. Zudem wird Ronny auf die Swiss Blues Tour mit Auftritten an den grössten Schweizer Blues Festivals eingeladen.

www.swissblues.ch

Marco Piazzalonga

15. Swiss Blues Challenge 26.05. 2026

Amaury Faivre, Dime Blend, Golden Vultures und Ronny Rast werden am Dienstag, 26.05.2026 im Rahmen des Bluesfestival Baden das Finale der Swiss Blues Challenge 2026 bestreiten.

Nicht leicht ist es der rund 30-köpfigen Nominationsjury aus Musikern, Medienschaffenden und Veranstaltern gefallen, aus den 24 Bewerbern für einen Finalplatz bei der diesjährigen Swiss Blues Challenge die vier herausstechenden Acts zu bestimmen. Die Qualität der eingesandten Soundfiles zeigte sich erfreulich hoch.

Vor Publikum und Jury werden nun Ende Mai in Baden Amaury Faivre aus der welschen Schweiz, Dime Blend und Golden Vultures aus dem Tessin und der Luzerner Ronny Rast mit je einem 25-minütigen Live-Set ihr Können unter Beweis stellen. Benoten wird die Jury nach den bewährten Vorgaben der Blues Foundation. Dabei werden der Blues Content, die  Originalität, die Bühnenpräsenz plus die gesanglichen und instrumentalen Fähigkeiten der vier Finalisten beurteilt.

Der Sieger wird die Schweiz 2027 an der European Blues Challenge (obligatorisch) und der International Blues Challenge in Memphis (fakultativ) vertreten können. Zudem verpflichtet er sich zur Swiss Blues Tour, welche Auftritte an den führenden Schweizer Blues Festivals beinhaltet.

Im Anschluss an die Rangverkündigung um ca. 20:45 wird mit der Eve Gallager Band die Siegerformation der letztjährigen Swiss Blues Challenge einen 90-minütigen Set spielen.  

Swiss Blues Challenge: Dienstag 26.05.2026, 18:00, Theaterplatz, Baden

www.swissblues.ch                   www.bluesfestival-baden.ch

Marco Piazzalonga

47. Blues Music Awards 07.05.2026 Memphis TN

In 26 Kategorien hat die Blues Foundation dieses Jahr die Blues Music Awards verliehen. Dass die Dachorganisation des Blues auch über ihren amerikanischen Tellerrand hinausblickt, beweist sie mit dem Fact, dass zum ersten Mal auch eine spezielle Kategorie für Internationale Blues Alben aufgesetzt wurde! Der Preis ging an J.T. Lauritsen & The Buckshot Hunters mit ihrem «Still Be Friends». Der sympathische, norwegische Keyboarder, Akkordeonist und Sänger ist hierzulande den Besuchern des Lucerne Blues Festivals kein Unbekannter.

Die weiteren prämierten Alben: Johnny Rawls mit «Make Them Dance» (Soul Blues Album), Buddy Guy mit «Ain’t Done With The Blues» (Traditional Blues Album), Doug MacLeod mit «Between Somewhere And Goodbye» (Acoustic Blues Album), Mike Zito & Albert Castiglia mit «Help Yourself» (Blues Rock Album), Sean McDonald mit «Have Mercy» (Best Emerging Album) sowie D.K. Harrell, der mit seinem «Talkin’ Heavy» gleich zwei Awards abräumte (Contemporary Blues Album und Album of the Year). Die Rubrik des Best Song of the Year ging an «Can’t Catch A Break», geschrieben von Tommy Castro und Kid Andersen.

Bei den Instrumenten dürfen wir gratulieren: Derek Trucks (Guitar), Derrick D’Mar Martin (Drums), Scot Sutherland (Bass), Billy Branch (Harmonica), Trombone Shorty (Horn), Danielle Nicole (Vocals) und Marcia Ball (Piano).

Zum Acoustic Artist of the Year erkoren wurde Kevin Burt, zum Blues Rock Artist Tommy Castro. Traditional Blues Artists : John Primer (Male), Eden Brent (Female). Contemporary Blues Artists : Christone Kingfish Ingram (Male), Danielle Nicole (Female). Soul Blues Artists : Curtis Salgado (Male), Thornetta Davis (Female). Die Band of the Year heisst Tedeschi Trucks Band, und der prestigeträchtige B.B. King Entertainer Award ging an Ronnie  Baker Brooks.

www.blues.org 

Marco Piazzalonga

Der Best Guitarist Award geht an René Rothacher!

René Rothacher

24 Acts aus ebenso vielen europäischen Ländern massen sich vom 16.-18. April im polnischen Katowice an der 14. European Blues Challenge. Darunter auch die Eve Gallagher Band, Siegerformation der letztjährigen Swiss Blues Challenge. Die Truppe aus dem Raum Zürich bestätigte dabei in Polen ihre Klasse mit dem Einzug ins Finale der besten Acht Teilnehmer. Zudem wurde René Rothacher, der Gitarrist des Quintetts, von der European Blues Union mit dem Best Guitarist Award 2026 ausgezeichnet. Wir gratulieren herzlich!

Gewonnen wurde die 14. European Blues Challenge von der unter norwegischer Flagge startenden Sängerin Adama Janlo und ihrer Band. Den zweiten Rang eroberten Gloria and the Doctors aus Italien. Sirjo Cocchi & Balta Bordoy – für Spanien angetreten – sicherten sich den dritten Platz.

www.europeanbluesunion.com

Marco Piazzalonga

National Blues Museum in St.Louis

Die Blues-Welt ist um eine wichtige Attraktion ärmer. Der Vorstand des National Blues Museums in St. Louis, Missouri, hat bekannt gegeben, dass das Museum seinen Betrieb am Freitag, dem 27. März 2026, eingestellt hat. Das Museum ist ab diesem Datum für die Öffentlichkeit geschlossen.

Hier ein Auszug aus dem offiziellen Statement: «Die wirtschaftliche Lage in der Innenstadt von St. Louis hat die Möglichkeiten des Museums beeinträchtigt, nachhaltig zu arbeiten. Die Besucherzahlen konnten in den letzten Jahren nie wieder das Niveau wie vor der Pandemie erreichen. Der Rückgang war erheblich. Der kürzliche Wegfall von Bundesmitteln hat diese Herausforderungen über das Mass hinaus verschärft, welches die Organisation verkraften kann. Nach sorgfältiger Abwägung musste der Vorstand diese schwierige Entscheidung treffen.»

Diese Nachricht macht betroffen, denn dies ist kein Einzelfall. Und besonders der zweite angeführte Grund für die Schliessung gibt zu denken. Kultur, Geschichte, Tradition und Unterhaltung sind für gewisse Kreise nicht oder nicht mehr unterstützenswert. Auch andere spezifischen Museen, Festivals, Blues Societies oder Fachzeitschriften wurden Bundesmittel abgewürgt.

Seit seiner Eröffnung im Jahr 2016 an der 615 Washington Avenue im Herzen der Innenstadt von St. Louis hat das National Blues Museum den tiefgreifenden kulturellen Einfluss des Blues gewürdigt und als Treffpunkt für Musik, Bildung und Gemeinschaft gedient. Das Museum hat Tausende von Besuchern, Pädagogen und Künstlern empfangen und damit die Legenden, die unbesungenen Helden und die Wegbereiter geehrt, die durch ihre Musik Generationen eine Stimme gegeben haben. Das Museum widmete sich der Bewahrung des Erbes und der Würdigung der Geschichte des Blues – jener Musik, die als Wurzel aller amerikanischen Musik gilt. Mit interaktiven Ausstellungen, Live-Auftritten und pädagogischen Programmen würdigte das Museum, wie der Blues jeden Winkel der Vereinigten Staaten und darüber hinaus die Welt  allgemein berührt und geprägt hat.

Marco Piazzalonga
 
Blues Festival Basel Eve Gallagher1
Was gibt es Besseres als eine heisse Clubatmosphäre für Blues? Das altehrwürdige Atlantis in Basel bot während vier Abenden die ideale Location für die diesjährige Ausgabe des Blues Festival Basel.
 
Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der Newcomers. Die Promo Blues Night bot drei Formationen die Möglichkeit, Bühnenluft zu schnuppern und um einen Auftritt am kommenden Basler Blues Festival zu spielen. Dies gelang der multi-nationalen Band Hoodoo Sinners. Das im luzernischen Obernau beheimatete Quintett mit Wurzeln in GB/D/A/CH überzeugte mit ihrem R’n’B-Rockabilly-Mix und wird nächstes Jahr im Hauptprogramm einen garantierten Slot besetzen. Aber auch die beiden anderen Teilnehmer gehen nicht leer aus. Die Mojo Professors aus Binningen BL und Bluescorner aus dem Zürcher Oberland werden 2027 am Bebby Jazz, resp. am Summerblues auftreten.

Internationale Klasse bewies am Donnerstag die Eve Gallagher Band. Die Siegerformation der letztjährigen Swiss Blues Challenge wusste mit einem dynamisch-prickelnden Set zu gefallen, aus dem die faszinierende Stimme ihrer Leaderin herausstach. Fusste der Sound bei der Eve Gallagher Band auf zeitgenössischem Soul, so liessen es die nachfolgenden Mark Slate & Rotosphere krachen. Die Band aus dem Raum Baden um den stimmgewaltigen Mark Slate und den Co-Bandleader Nic Niedermann an der Gitarre holte das Publikum mit kernigem Rootsrock ab.

Klassischen Trio-Bluesrock gab es am Freitag von Ronny Rast und seiner Band zu hören. Der 20-jährige Luzerner beeindruckte dabei durch sein stupendes Können an den sechs Saiten. Eine besondere Art von Plattentaufe zelebrierten anschliessend Manu Hartmann und ihre Band.
 
Einerseits überraschte die Baselbieter Sängerin mit der Ankündigung, dass ab sofort ihr Live-Album «Arcabas Session» gratis und franko für alle interessierten Musikliebhaber per Download erhältlich sei (der Download-Link findet sich auf www.manuhartmann.ch). Andererseits stellten Manu Hartmann und ihre Truppe exklusiv zwei brandneue Songs, welche später im Jahr auf einem neuen Studio-Album erscheinen werden, live vor.
Das Blues Festival Basel wurde am Samstag abgerundet durch den Auftritt von Vanesa Harbek & Band und einer 80th Birthday Bash Session für und mit dem legendären Drummer Cosimo Lampis (ex-Toad).
 
SAVE THE DATE: 10.03. - 13.03.2027

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