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Solomon Burke (1940 - 2010)

Auf der Reise nach Holland, wo er in der kommenden Woche auftreten wollte, ist Solomon Burke kurz nach der Landung in Amsterdam am 10. Oktober 2010 gestorben. Der am 21. März 1940 in Philadelphia, Pennsylvania geborene Soul-, R & B- und Bluessänger war eine schillernde Figur. Er war nicht nur Musiker, sondern begann sein Leben als Prediger und hatte zuletzt ein weit verzweigtes Beerdigungsunternehmen, ein Handwerk, das er von einem Onkel bestens kannte. Seine Nähe zur Kirche hat auch immer seine Musik und seine Show geprägt.
Er lebte in einer Grossfamilie und hatte er über 20 Kinder. Solomon Burke erlebte nach einem holprigen Start in den 60er Jahren einen steilen Aufstieg, wenn er auch nicht die Berühmtheit eines Marvin Gaye erreichte. Dennoch wurde er von vielen als der beste Soulsänger bezeichnet, den es je gab. Man sollte mit diesen Superlativen sparsam umgehen, aber er war ohne Zweifel eine begabte und imponierende Figur und hatte ein Talent, ein Publikum zu verzaubern. Sein Tophit war «Everybody Needs Somebody to Love» 1964. Der Song wurde vor allem durch den Film Blues Brothers berühmt.

Er war dann in den 70ern eine lange Zeit weg vom Fenster und wurde schliesslich wieder beachtet, nachdem er 2001 in die Rock’n’Roll Hall Of Fame aufgenommen wurde und 2002 einen Grammy gewann. Er tourte mit seiner imposanten und pompösen Show um die Welt, die irgendwo zwischen Zeltmission und Soulkonzert lag. Durch sein enormes Gewicht konnte er zuletzt nicht mehr gehen und wurde zu Beginn der Show im Dunkeln auf einen enormen Thron gesetzt. Von da aus dirigierte er seine Musiker, flirtete mit dem Publikum und liess sich und die Show in die Richtung treiben, die sich aus der Situation und der Interaktion ergab. Das Ganze endete in einer Art Segen, den er dem Publikum erteilte, von dem einige Teilnehmer stellvertretend auf die Bühne geholt wurden.