Larissa Baumann – Gotta Break Free

Zusammen mit ihrem Pianisten Angelo Signore, der das Album auch arrangierte und produzierte, schrieb sie sechs der acht Songs, bei zwei Songs hatte der Gitarrist Giampiero Colombo die Hände im Spiel, bei einem davon stammen Text und Musik allein von ihm. Die einzige Coverversion ist die Ballade When I Close My Eyes von Stuart Emerson.
Larissa Baumann ist mit einer ausdrucksvollen, jazzigen Stimme Stimme gesegnet, die in jedem der acht Songs überzeugt. Unterstützt wird sie von einer gut aufgelegten Band, alles klingt wie aus einem Guss. Stilistisch bewegen sich die Songs im Blues, Soul und Jazz. Dabei bringen sie frischen Wind in die Genres, ohne Konzessionen an den Mainstream, aber durchaus «radiotauglich». Ein gelungener Spagat.
Das Album startet mit New Chapter einem groovenden Shuffle, gefolgt von einem sehr entspannten One Night Too Many, einem Song über den Umgang des Scheiterns einer Beziehung. Melancholisch kommt I Will Keep Going daher, der Song regt zum Träumen an. Im titelgebenden Gotta Break Free dreht die Band richtig auf und gibt den passenden Drive für einen Aufbruch, der im Song thematisiert wird. Dann wird es wieder ruhig und verträumt mit When I Close My Eyes. Wunderbar gespielt und gesungen. Gänsehaut garantiert. Time To Shine holt einem dann wieder mit einem druckvollen Ohrwurm zurück aus den träumen. Wieder wird es ruhig mit dem Slowblues What Am I Doing Here? So klang es im Jazzkeller zu der Zeit, als dort noch geraucht wurde. Dann schliesst das Album schon mit A Friend Till The End. Ich hätte gerne noch ein paar Titel gehört.
Das Album ist die Visitenkarte einer Sängerin, von der wir noch viel hören werden. Für ein Müschterli hat es weiter unten einen Link zu einem Video.
Larissa Baumann – Gotta Break Free (2020)
LarissaBaumannGottaBreakFreeCDCover
 
 
 
 
 
 
 
  1. New Chapter

  2. One Night Too Many

  3. I Will Keep Going

  4. Gotta Break Free

  5. When I Close My Eyes

  6. Time To Shine

  7. What Am I Doing Here

  8. A Friend 'Til The End

Gesang: Larissa Baumann
Piano: Angelo Signore
Gitarre: Giampiero Colombo
Bass: Lisa Scannell
Schlagzeug: Hannes Würgler
Hintergrundgesang: Mitcho Baumann
Saxophon: Dave Feusi
Trompete: Bernhard «Schugi» Schoch