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Erin Harpe feat. Jim Countryman Let the Mermaids Flirt with me

Mississippi John Hurt (1892 – 1966) hob sich stilistisch von allen anderen Bluesmen seines Heimatstaates ab. Im Gegensatz zu seinen Kollegen, wie etwa Charlie Patton, Tommy Johnson, Son House, Skip James oder Willie Brown, verfolgt Hurt’s Stil mit seinen Walking Alternating Bass-Strukturen und seinem melodiösen Fingerpicking eher die Piedmont Blues-Linie. Auch war sein Repertoire Songster-mässig mit Folk- Gospel- und Prä-Blues-Elementen durchsetzt. Diese spannende Musik lässt nach Rory Block («Avalon: A Tribute To Mississippi John Hurt», Stony Plain, 2013) nun auch Erin Harpe aus Boston mit «Let The Mermaids Flirt With Me» wieder aufleben.

The Colonel

Steve Cropper

Wie kaum ein anderer prägte Steve Cropper die Soulmusik der 1960er Jahre als Gitarrist, Songwriter, Arrangeur und Produzent. Anfang Dezember hat uns «The Colonel», wie er liebevoll genannt wurde, 84-jährig verlassen (21.10.1941 – 03.12.2025).

Ursprünglich im ländlichen Missouri aufgewachsen, fand der junge Steve als Teenager in Memphis seine Berufung. Und die hiess: Musik! Zu seinen Vorbildern gehörten Chets Atkins,  Chuck Berry oder Lowman Pauling. Beim aufstrebenden Stax-Label von Jim Stewart und Estelle Axton wurde er, noch keine 20 Jahre alt, zu einer Leitfigur. Als Mitglied der Studioband Booker T & The MGs, welche selbst mit der Instrumental-Nummer «Green Onions» einen Riesenhit landen konnte, begleitete Cropper die Stars der Stunde. Otis Redding, Carla Thomas, Rufus Thomas, Albert King, Sam & Dave, Wilson Pickett oder Eddie Floyd profitierten von Steve’s bodenständigem, minimalistischem, aber stets innovativem Gitarrenspiel.

Swiss Blues Challenge 2026 – Die Anmeldefrist läuft!

Swiss Blues ChallengeCH-Blues Acts aufgepasst! Auch im Jahr 2026 steht die Swiss Blues Challenge wieder allen interessierten Bands und Künstlern aus der Sparte Blues’n’Roots in unserem Land offen.

Das gut eingespielte Prozedere – detailliert einzusehen auf der Website der organisierenden Swiss Blues Society – wird auch bei der 15. Ausgabe des Wettbewerbs zum Tragen kommen.

Kurz zusammengefasst: Mit ihrer Anmeldung senden die interessierten Teilnehmer ihre Soundfiles ein. Anhand dieser Files wählt eine breit abgestützte Fachjury, bestehend aus Musikern, Veranstaltern und Medienschaffenden der Schweizer Bluesszene jene vier Finalisten aus, welche mit einem 25-minütigen Set vor Publikum und Jury ihr Können live beweisen dürfen.

Heisser Blues bei Minustemperaturen!

Out of the Blues Samedan

 

 

Auch dieses Jahr wird die Schweizer Bluesfestival-Saison wieder im Engadin eingeläutet. Out Of The Blue’s in Samedan lockt mit zwei abwechslungsreichen europäischen Konzertabenden.

Mit dem Gitarristen Francesco Garolfi eröffnet ein Hansdampf in allen musikalischen Gassen die Freitagnacht. In den verschiedensten Genres zuhause, machte sich der Italiener zudem einen Namen als Komponist und Produzent von Filmmusik. Breiti & The Big Easy Gators um den Pianisten Daniel Breitenstein tauchen dann tief in die Musik Louisianas ein. Als Gastsängerin wird ihnen dabei die ausdrucksstarke Gemma Abrié aus Barcelona zur Seite stehen. Ebenso stimmgewaltig, und erst noch mit beachtlichen Gitarren-Chops ausgestattet, wird sich schliesslich die Award-gekrönte Bex Marshall (UK) in Szene setzen.

30. Lucerne Blues Festival 8. – 16.11.2025

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«The Blues Is Alive & Kickin’!» Fast scheint es so, als habe das Lucerne Blues Festival zu seinem 30-Jahr-Jubiläum versucht, bei der Programmgestaltung vorwiegend Künstler in den Mittelpunkt zu stellen, die jünger als der Event selbst sind – was wir selbstverständlich als ein starkes Zeichen für die Zukunft dieses Genres werten.

Durchwegs zufriedene Gesichter bei Publikum und Veranstalter: Das Programm des Lucerne Blues Festivals darf im Rückblick allgemein als «All Killer – No Filler» bezeichnet werden. Gleichwohl ragte aus dem Gebotenen der eine oder andere Act speziell heraus. Vanessa Collier z.B. verfügt neben einer Professionalität, einer Bühnenpräsenz und einem fröhlichen Charme, die seinesgleichen suchen, auch über ein gewaltiges musikalisches Talent. Die Saxofonistin und Sängerin, welche zudem ab und an zur Gitarre greift, schöpft in ihren Songs aus dem Vollen. Will heissen: Vanessa kreiert ihren ureigenen Sound aus der ganzen Palette amerikanischer Musik. Sie ist im Funk ebenso zu Hause wie im Blues, im Soul, im Rock oder im Jazz. Dass sie in Luzern die mehrfache Blues Award-Gewinnerin Laura Chavez an der Gitarre dabei hatte, setzte der Sache noch die Krone auf. Wunderbar einerseits zu erleben, wie die beiden Ladies «blind» harmonierten. Hervorragend andererseits, wie Chavez zusammen mit Anthony Cage und Justice Guevara an Drums resp. Bass die Maschine am Laufen hielten und ihre Leaderin portierten.

Bluusclub Baden

Am letzten Donnerstag eines jeden Monats heisst der Bluusclub sein Publikum jeweils  Willkommen! Von Januar bis April 2026 darf in Baden wieder spannenden Blue Notes gelauscht werden.

Den Januar-Slot vom 29. Januar 2026 belegt die Little Chevy Band. Das Nordwestschweizer Quintett um die charmante Sängerin Evelyne Péquignot frönt einem erfrischenden Mix aus diversen Americana-Spielarten. In ihrem Repertoire hat es Platz für Blues, Country, Folk, Swing, Cajun oder Rock’n’Roll: Alles dargeboten auf originelle, eigenständige Weise.

Blues Basel

Das Blues Festival Basel zieht nach langen Jahren im Saal des Volkshaus Basel in die Clubatmosphäre des altehrwürdigen Atlantis um. Mehrheitlich preisgekröntes, eidgenössisches Blues-Schaffen bestimmt das heurige Programm.

Dem Nachwuchs gehört der erste Konzertabend am Mittwoch. An der Promo Blues Night dürfen sich drei interessierte Acts aus der Region Nordwestschweiz/Elsass/Südbaden mit einem kurzen Set live auf der Bühne präsentieren. Dem von einer Jury ausgewählten Sieger winkt die Teilnahme am Hauptprogramm des Basler Bluesfestivals 2027.

Wenn wir schon vom Gewinnen sprechen: Der Donnerstag bietet zwei Formationen, die beide schon auf dem Schweizer Blues-Olymp standen: Die Eve Gallagher Band siegte an der Swiss Blues Challenge 2025, Mark Slate & Rotosphere gelang dieser Erfolg ein Jahr zuvor. Bei beiden Bands stehen charismatische Frontleute im Mittelpunkt, welche von einer musikalisch hochstehenden Truppe getragen werden. Die ursprünglich aus Grossbritannien stammende Sängerin Eve Gallagher vermischt gekonnt Soul und Blues, während Mark Slate alias Marko Schiefer Rock-Einflüsse à  la Joe Cocker zu verarbeiten weiss.

Auch Manu Hartmann schwang 2018 bei der Swiss Blues Challenge obenaus und ersang sich im Jahr darauf bei der International Blues Challenge IBC in Memphis sogar die Halbfinal-Teilnahme. Die Baselbieter Sängerin plant, am Festival-Freitag ihr brandneues Album vorzustellen. Den Abend für sie eröffnen wird mit dem 19-jährigen Gitarristen Ronny Rast der Shooting Star der Schweizer Szene.

Vanesa Harbek, in Deutschland lebende Queen of Latin Blues, wird für das  Schlussbouquet des Festivals besorgt sein. Nach ihrem offiziellen Set wird die argentinische Gitarristin und Sängerin zudem die nachfolgende Jam Session anführen. Dieser wird gleich eine veritable Geburtstagsparty eingegliedert: Der Ausnahme-Schlagzeuger Cosimo Lampis (Brainticket, Toad, Bo  Katzmann Band, David Bowie, Peter Green, Conjunto Folklorico) begeht sein 80. Wiegenfest auf der Bühne!

Details zu Tickets, Spielzeiten, etc. unter www.bluesbasel.ch

Hartmann & Sutter, Sternen Rüti ZH, 20.11.2025

Hartmann SutterDie gemütliche Kulturbeiz Sternen im zürcherischen Rüti bewies sich als der ideale Schauplatz für eines der seltenen Schweizer Konzerte des Mundharmonika-Maestros Jan Hartmann. Zusammen mit dem Gitarristen Ben Sutter ergründete Hartmann vor ausverkauftem Haus die Finessen des Acoustic Blues.

Anno 2013 Gewinner der Swiss Blues Challenge mit seiner Band «The Bacon Fats», hat Hartmann heute seinen Lebensmittelpunkt in Portugal gefunden. Und über die Jahre stets interessiert an den verschiedensten musikalischen Genres, sucht Hartmann mittlerweile wieder verstärkt nach den Wurzeln des Blues. Abgespeckt, nur mit Hartmann’s diversen Bluesharps, mit Ben Sutter’s akustischen Gitarren sowie den beiden Stimmen, gelang es dem das Duo, sein Publikum mit auf eine faszinierende Reise durch mehr als 100 Jahre Roots Music-Geschichte zu nehmen.

Blue Deal Make a Change

Die deutsche Rootsrock-Szene ist um ein Juwel reicher. Blue Deal beweisen mit ihrem dritten Album, dass sie exzellent Fuss gefasst haben. Dies unterstreichen auch ihr Gewinn der German Blues Challenge sowie das Erreichen des Halbfinals an der International Blues Challenge in Memphis.

Big Chief Monk Boudreaux Spyboy Jwan Boudreaux The Golden Eagles Slip Dont Fall

Die blühende Tradition der «Mardi Gras» resp. «Black Masking» Indians aus New Orleans ist um ein Prunkstück reicher. «Slip Don’t Fall» fügt sich nahtlos in die Reihe der grossen Produktionen in dieser faszinierenden kulturellen Nische ein. Big Chief Joseph «Monk» Boudreaux», der schon 1970 (!) seinen Freund Bo Dollis bei den ersten kommerziellen Aufnahmen («Handa Wanda») der Wild Magnolias unterstützt hat, ist immer noch aktiv und näht jedes Jahr seinen «Suit», um am Fetten Dienstag seinen Tribe, die «Golden Eagles», durch die Strassen des Big Easy zu führen.  

Duwayne Burnside Red Rooster

Äusserst produktiv zeigt sich dieser Tage die Burnside Family. Haben erst kürzlich Garry und Kent Burnside ihre jeweiligen Soloalben vorgestellt, folgt ihnen nun ihr Bruder und Onkel Duwayne Burnside. Musikalisch gross geworden im hypnotischen Mississippi Hill Country Blues von Stammvater R.L. Burnside (1926 – 2005), nimmt auch Duwayne jenen rauen Sound als Grundlage für sein Schaffen.

Mark Cameron Blues Factory

Minnesota ist die Heimat von Mark Cameron. Das neunte Album des Gitarristen, Sängers und Songwriters und seiner eingespielten Truppe gefällt dank seiner Vielseitigkeit, Originalität und Tiefe. Die Basis ihres Sounds bildet klassischer Electric Blues. Doch sind sich Mark & Co nicht zu schade, melodiöse Elemente aus Pop, Soul und Rock einzubauen. Der Titelsong «Blues Factory» wartet gar folk-mässig mit Querflöte und akustischem Gitarrenintro auf.

Steve Howell Fats Kaplin Know You from Old

Was auf den ersten Blick wie eine Lehrstunde in amerikanischer Musikgeschichte erscheint, entpuppt sich beim intensiveren Anhören als eine enorm charmante Produktion, fern jeder Museumsromantik. Steve Howell und Fats Kaplin erwecken mit Herzblut und Augenzwinkern eine faszinierende Palette an Old Timey Sounds zum Leben, die von Spirituals, Ragtime und frühem Blues bis zu String Band Music, zu den Anfängen des Jazz oder zu Balladen, deren Wurzeln Jahrhunderte zurück nach England oder Schottland liegen, reicht.

Dave Keyes Two Trains

Dave Keyes ist seit Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil der blühenden Blues’n’Roots-Szene von New York City und Umgebung. Als gefeierter Solo-Künstler, aber auch querbeet von Popa Chubby, Ronnie Spector, Sleepy LaBeef und Bo Diddley bis zu Marie Knight oder zu Broadway-Produktionen, hat der versierte Keyboarder in Blues, Rock, R’n’B und Gospel seine Spuren hinterlassen. Kein Unbekannter ist Keyes auch hierzulande, trat er doch schon mehrmals solo und als Begleitmusiker für diverse Künstler am Blues To Bop Festival in Lugano auf.

Sean McDonald Have Mercy

Federführend im Club der jungen und talentierten afroamerikanischen Bluesmusiker ist Sean «Mack» McDonald. Sein mit Spannung erwartetes Debutalbum erfüllt die grossen Erwartungen, die in den 24-Jährigen aus Augusta, Georgia, gesetzt wurden. Mitverantwortlich für die Frische und die Klasse von «Have Mercy!» zeichnet kein Geringerer als «Kid» Andersen, der sein Greaseland Studio und seine Produzenten-Fähigkeiten in die  Waagschale warf, um dem Youngster den Weg zu bereiten.

Kyle Rowland Not Holding Back

Kyle Rowland? Der Name dürfte auch eingefleischten Bluesfans nicht unbedingt geläufig sein. Das Umfeld, welches ihn trägt, hingegen schon. Z.B. Rick Estrin, Co-Produzent dieser Scheibe, war schon von Rowland’s Harmonica-Sound angetan, als dieser – erst 10-jährig – zu ihm in den Unterricht kam. Und Jim Pugh, einst Keyboarder bei Robert Cray, hat dafür gesorgt, dass dieses Album bei seiner Little Village Foundation Unterschlupf fand und daselbst veröffentlicht wurde.

Solomon Cole Aint got Time to Die

Solomon Cole verkündet auf seinem Plattencover, dass er keine Zeit habe, um zu sterben. Verständlich, soll er doch erstmal in vollen Zügen den Erfolg seiner eindrücklichen Solo-Scheibe auskosten. Denn diese hat es in sich! Solomon Cole ist in Neuseeland zu Hause - seine Musik jedoch wurzelt tief  im amerikanischen Süden. In den Baumwollfeldern von Mississippi, in den Bayous von Louisiana, in den Kirchen Alabamas.

Mavis Staples Sad And Beautiful World

Die Grand Old Lady des Rhythm’n’Gospel meldet sich mit einem weiteren Meisterwerk zurück. Was für eine Stimme, was für eine Präsenz! Auch im stolzen Alter von 86 Lenzen kommt es Mavis Staples nicht in den Sinn, ihre Augen vor allen Widrigkeiten der heutigen Zeit verschlossen zu halten. Und allem zum Trotz ist ihre Message immer noch Hoffnung, Liebe, Besinnlichkeit, Glaube und Verständnis. Ihre Waffe ist die Kraft der Musik.

Kim Wilson Slow Burn

Harmonica Maestro Kim Wilson verlässt für einmal wieder die Fabulous Thunderbirds-Pfade und offeriert ein Dutzend Aufnahmen aus seinem Archiv, welche er zwischen 2014 und 2020 mit diversen Freunden eingespielt hat. Dass drei von ihnen, Larry Taylor, Richard Innes und Barrelhouse Chuck heute nicht mehr unter uns weilen, mag einer der Gründe sein, wieso sich Wilson entschlossen hat, als bittersüsse Erinnerung an diese stilprägenden Musiker diese Aufnahmen zu veröffentlichen. Ein anderer Grund wird sein: Die Songs sind einfach zu gut geraten, um irgendwo im Regal zu verstauben.

Acoustic Blues Brothers CoverSins of Age sind Alterssünden. Es ist also nicht die Sünde des Alterns, sondern eine Sünde, die man aufgrund fortgeschrittenen Lebensalters eingeht. Aber was soll das sein, eine Alterssünde? Wer den Begriff googelt, erhält praktisch nur die erschreckend einseitige Antwort, dass es um zu hohen Alkoholkonsum im fortgeschrittenen Alter geht – insbesondere bei Männern. Da geben die Acoustic Blues Brothers eine ganz andere Antwort: Ihr Alterssünde ist wohl der Blues. Und so trägt ihre neueste CD-Veröffentlichung den selbstironischen Titel Sins of Age. Es kamen 18 Titel zusammen, von denen eindrückliche 16 Eigenkompositionen sind. Das Duo hat einen Trailer veröffentlicht. Und schnell wird klar: Sündig ist hier gar nichts, vielmehr eine grosse Freude, was die beiden langjährigen Freunde Rolf LL Lüthi und Dinu Logoz hier – with a little help from their friends – zum besten geben, wie Anfang Oktober bei der CD-Taufe in der Mühle Otelfingen zu hören war.

Sei dabei! Feiere am 31.01.2025 mit uns in der Mühle Hunziken!

BMAS 2026 Quadrat 851 x 851 pxDie Swiss Blues Award-Auszeichnungen (SBA) werden an der Blues Music Awards Switzerland-Veranstaltung (BMAS) jährlich an Musiker, Festivals, Veranstalter/Clubs, Vereine, Promotoren, Medienschaffende oder Institutionen sowie an Förderer des Blues in der Schweiz, unter dem Patronat der Swiss Blues Society (SBS) verliehen.

Die Backing Band LL & The Shuffle Kings wird die Veranstaltung eröffnen und die musikalischen* Preisträger begleiten. Die musikalischen Preisträger interpretieren mit der Backing Band an der Preisverleihung ein Stück aus ihrem Repertoire. Die Moderation werden Larissa Baumann und Raymond Fein durchführen.

Big Dave The Duchmen

Big Dave & The Dutchmen, das belgisch/niederländische Quintett um ihren Leader David Reniers hat seine Hausaufgaben wahrlich gemacht. Die Band labt sich an den Quellen der Rootsmusic – speziell dem Chicago Blues der 1950er Jahre – und versteht diese respektvoll und ideenreich umzusetzen. Steht «Big Dave» Reniers bei einem Song im Mittelpunkt, so werden herrliche Erinnerungen an die «Grossen» der Bluesharp wach: Rice «Sonny Boy Williamson» Miller («Never Love Again», «When You Go To Sleep», «Blues Jumps In»), Jimmy Reed («I Dig You Baby») oder Little Walter Jacobs («Screwdriver»).

Boom Boom Boom Boom

The American Rhythm And Blues Photographs Of Brian Smith – England 1962-1966 - von Simon Robinson

Sie war aufregend damals, jene Zeit Anfang der 1960er Jahre, als die ersten amerikanischen Blues-, Gospel- und Rock’n’Roll-Künstler nach Grossbritannien kamen und den British Blues Boom auslösten. Mittendrin stand der Musikfan Brian Smith aus Manchester mit seiner Kamera.

Garry Burnside Its My Time Now

Der jüngste Sprössling der Hill Country Blues-Legende R.L. Burnside schliff seinen Stil als Bassist und Gitarrist bei Junior Kimbrough, einer anderen Koryphäe jenes bissigen, hypnotischen Nord-Mississippi-Stils. Nach Jahren mit Kollaborationen oder als Sideman macht Burnside nun Ernst und verkündet stolz: «It’s My Time Now». Als Sänger bewegt er sich unverkennbar in der Hill Country-Tradition, als Songwriter vermag er dieser neue Nuancen abzugewinnen, und als Gitarrist weiss er kraftvolle Elemente aus dem Funk- und Bluesrock-Bereich einzuschleusen.

Dancing With Muddy Muddy Waters Eric Clapton And My Lucky Life In And Out Of The Blues

Muddy Waters, Eric Clapton, And My Lucky Life In And Out Of The Blues by Jerry Portnoy

Auf 275 Seiten erzählt uns Jerry Portnoy, Harmonica-Master, mit feinem Humor und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen von seinem aussergewöhnlichen Leben. Dieses begann auf der Maxwell Street in Chicago, wo unter den Einwanderern aus aller Herren Länder Bazar-Stimmung herrschte, wo Vater Portnoy ein Geschäft für Teppiche und Bodenbeläge betrieb, wo die Musiker für ein paar Dollars ihren Blues zu zelebrieren wussten. Dieser Sound sollte in Jerry’s Dasein eine führende Rolle einnehmen. Doch seinen Weg dahin musste der Youngster erst finden.

Kent Burnside Hill Country Blood

Zu den prägendsten Musikerdynastien in der Blueswelt gehört die Burnside Family. «Stammvater» RL Burnside machte sich einst einen Namen als Mitbegründer der florierenden Hill Country Music. Diverse Söhne und Enkel, darunter Garry und Cedric Burnside, führten dieses einzigartige Genre ins 21. Jahrhundert. Aber auch Kent Burnside, ein weiterer Enkel, reklamiert seit Längerem seinen verdienten Platz auf der Szene.

Christone Kingfish Ingram Hard Road

The King of Fusion Blues is back! Sein bis dato persönlichstes Album veröffentlichte Christone «Kingfish» Ingram pünktlich zu einer grösseren Europa-Tour. Dabei fällt auf, wie rasant sich der erst 26-jährige Überflieger aus Clarksdale, Mississippi, musikalisch stets weiterentwickelt hat. Einerseits sucht er mit der Gründung seines eigenen Labels Red Zero Records komplette Kontrolle über seine Schaffen zu bekommen.

Miss Emily The Medicine

Kanada ist die Heimat von Miss Emily. Dort heimste die Ausnahmesängerin schon fünf Maple Blues Awards ein und wurde zudem für die kanadischen Grammys – die Juno’s – nominiert. Doch dieser Erfolg kam nicht über Nacht. Mehr als zwei Jahrzehnte des Tingelns haben die Stimme und das Songwriting von Emily Fennell gestählt. Dass sie nun für den grossen Wurf bereit ist, zeigt sie mit «The Medicine», einem gefühlsgetränkten Remedium für den geneigten Soul- und Roots-Connaisseur.

Rory Block Heavy On The Blues

Was hat Rory Block in ihrer über 60-jährigen Karriere nicht schon alles gemacht! Von den Anfängen in der Folk-Szene im New Yorker Greenwich Village über das gekonnte Ausloten sämtlicher Spielarten des Country- und Delta-Blues, welches ihr unzählige Auszeichnungen eingebracht hat, bis….nun ja, zu diesem neuen Album, auf welchem sie einen veritablen Querschnitt der Blues-Geschichte aufleben lässt.

Songhoy Blues Héritage

Der Gitarrist Garba Touré fand seinen Weg über die Musik von Jimi Hendrix und John Lee Hooker, deren Sound er gekonnt mit Klängen seiner westafrikanischen Heimat zu verweben verstand. Mit dem Quartett Songhoy Blues beweist Touré nun nach mehreren elektrischen Alben, dass auch mit praktisch ausschliesslich akustischen Instrumenten eine Dichte und Intensität im Sound erreicht werden kann, die seinesgleichen sucht. Die Band aus Mali, von den Medien als «Desert Blueser» klassifiziert, baut auf starke Grooves, auf hypnotische Rhythmen, auf überraschende Melodien, mit welchen sie ihre kritischen Texte unterlegt.

Tedeschi Trucks BAnd Leon Russel Mad Dogs Englishmen Revisited Live at Lockn

Die Tedeschi Trucks Band, mit ihrem Genre-übergreifenden Sound zu den spannendsten Formationen der US-Szene zählend, veröffentlicht – man ist geneigt zu sagen: endlich! – ihr 2015-er Projekt «Mad Dogs & Englishmen Revisited».

Auf Youtube geisterten schon seit Jahren Video-Auszüge dieser Geschichte durchs Netz. Doch beginnen wir von vorne: 1970, im Anschluss an seinen grossen Erfolg am Woodstock-Festival, tourte Joe Cocker mit einer Mega-Truppe an Musikern unter der Leitung von Leon Russell und unter dem Namen «Mad Dogs & Englishmen» durch die Staaten. Musikalisch zwar ein absoluter Meilenstein – man erinnere sich an Songs wie «Feelin’ Allright», «Delta Lady», «The Letter» oder «She Came In Through The Bathroom Window» – kostete die Tournee Cocker beinahe seine Karriere und seine Gesundheit.

Tom Hambridge Down The Hatch

Wenn auf irgendeinem Album der Name Tom Hambridge drauf steht, sind die Erwartungen jeweils hoch. Vier Grammy Awards für diverse seiner Arbeiten sprechen eine deutliche Sprache. Und kein Geringerer als Buddy Guy vergleicht Hambridge’s Songwriter- und Produzenten-Fähigkeiten mit Willie Dixon, dem unvergessenen Doyen des Chicago Blues.

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Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Eine Email an info(at)bluesnews.ch und wir nehmen für dich den Blues Gig in unser "Live on Stage".

Kommende Gigs

12Dez
Fr 12 Dez, 2025
20:00h
Sideburn

13Dez
Sa 13 Dez, 2025
20:00h
Philipp Fankhauser

13Dez
Sa 13 Dez, 2025
20:30h
Purple Lights

17Dez
Mi 17 Dez, 2025
19:30h
Soul Food

19Dez
Fr 19 Dez, 2025
21:00h
Freddie & the Cannonballs

26Dez
Fr 26 Dez, 2025
20:00h
Bluedeal

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